Toni Kroos: „Kinder lieber in Spanien als Deutschland – BRD verändert“ Lanz & Precht

Jonas Kling
4 min Lesezeit
Toni Kroos EM Deutschland Kinder Spanien Deutschland Alter Vermögen Lanz Precht Trikot Madrid

Toni Kroos: „Deutschland ist nicht mehr das Land, das es vor zehn Jahren war“, Kinder lieber in Spanien als Deutschland – Im Zuge seines letzten Auftritts im DFB-Trikot und dem Karriereende im Alter von 34 Jahren bei Real Madrid hat Toni Kroos im Podcast von „Lanz & Precht“ seine persönliche Sichtweise dargelegt und Kritik am derzeitigen Zustand der Bundesrepublik geäussert.

Fußballer Toni Kroos stand am Freitagabend zum letzten Mal mit der Nationalmannschaft bei der EM 2024 auf dem Platz – am Ende gab es eine dramatische Niederlage gegen Spanien. Schon vorher machte er mit einem Auftritt im Podcast „Lanz & Precht“ mit ZDF-Moderator Markus Lanz und Philosoph Richard David Precht von sich reden. Er äußerte sich darin nämlich nicht nur zu sportlichen Themen, sondern auch zur aktuellen gesellschaftlichen Lage in Deutschland.

Bundesrepublik Deutschland: „Leistungsbereitschaft lässt nach“

Kroos kritisierte in dem Gespräch die nachlassende Leistungsbereitschaft in der Gesellschaft. „Es sei ein Punkt, bei dem man merkt, dass es nachlässt“, so der 34-Jährige.

Besonders im Jugendfußball gehe es in die „komplett falsche Richtung“, wenn bei Toren teilweise nicht mehr mitgezählt werde.

Für Kroos ist es sowohl im Sport als auch im alltäglichen Leben wichtig, nach Erfolg zu streben: „Ich möchte, dass meine Kinder, in dem, was sie machen, versuchen, die Besten zu werden.“

„In Spanien habe ich weniger Angst um meine Tochter“

Kroos kündigte an, nach der Europameisterschaft in Deutschland seine Karriere zu beenden und erst einmal in Spanien zu bleiben. Er erklärte, dass Deutschland nicht mehr das Land sei, „wie vor zehn Jahren, als wir gegangen sind“. Im Vergleich zu Spanien habe er in Deutschland ein mulmigeres Gefühl, seine Tochter „abends um 23 Uhr in einer deutschen Großstadt“ rausgehen zu lassen.

Auch das Thema Migration in Deutschland sprach Kroos an. „Es sei ständig präsent“, sagte er. Bei der EM zeige man zwar, wie offen Deutschland sein könne, doch in den vergangenen Jahren sei vieles zu „unkontrolliert“ gewesen. Kroos wies darauf hin, dass ein gewisser Prozentsatz an Einwanderern negativ auffalle – das sei auch unter Deutschen der Fall.

„Wenn man sie nicht unterscheiden kann von denen, die uns nicht guttun, wird es am Ende schwierig. Dann wird auch die Haltung der Deutschen immer geteilter.“ Dabei sei klar, dass das Land viele der Menschen brauche, die einwanderten. Es sei jedoch nicht gelungen, die Gesellschaft bei dem Thema mitzunehmen.

Toni Kroos EM Deutschland Kinder Spanien Deutschland Alter Vermögen Lanz Precht Trikot Madrid

„Das Land ist kein rassistisches Land“

Moderator Markus Lanz äußerte sich ebenfalls zu diesen Themen. Er betonte, dass die Menschen in Deutschland auf vielen Ebenen systematisch überfordert seien.

„Es klemmt an allen Ecken und Enden. Es ist zu voll, es ist zu viel.“ Wenn jemand Kritik äußere, werde schnell gesagt, dass dies rassistisch sei. Lanz betonte jedoch: „Dieses Land ist kein rassistisches Land.“

Bsp. Grafik: Toni Kroos: Kinder lieber in Spanien als Deutschland, nicht mehr das Land, das es vor zehn Jahren war / UEFA EURO 2024 DFB Länderspiel Deutschland heute / Live-Fussball-EM kostenlos / (c) cc/phil

Diese News teilen
1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert