Jobe Bellingham ist pünktlich zur FIFA Klub WM bei Borussia Dortmund gelandet. Doch was ist von Jude´s kleinem Bruder zu erwarten? Eine Kopie bei Weitem nicht. Denn der neue Bellingham kann noch viel mehr.
Vorschusslorbeeren und Vergleiche sind immer so eine Sache. Sie können Spieler beflügeln, oder wie Blei an den Schuhen hängen. Im Fall von Jude Bellingham dürfte jedoch Ersteres gelten.
Hauptkriterium: Die Defensivarbeit
Jude Bellingham gilt als äußerst vielseitiger Mittelfeldspieler, der drei Rollen in einer vereint: Sechser, Achter und Zehner. Er besticht durch seine enorme Lauf- und Sprintleistung, seine Fähigkeit, Bälle zu erobern und blitzschnell Gegenangriffe einzuleiten.
Seine Passqualität, Dribblings und Torgefahr machen ihn zu einem dynamischen Box-to-Box-Spieler mit starkem Offensivdrang. Zudem ist er ein „Aggressive Leader“, der seine Mannschaft anpeitscht und als unangenehmer, aber fairer Gegenspieler gilt.
Jobe Bellingham hingegen ist eher ein ruhiger, strategischer Spielmacher im zentralen oder defensiven Mittelfeld. Seine Stärken liegen im präzisen Passspiel, insbesondere bei langen Pässen (65 % Erfolgsquote), hoher Zweikampf- und Pressingintensität sowie seiner Fähigkeit, das Spiel aus der Tiefe heraus zu organisieren.
Er ist körperlich robuster als Jude und nutzt seine Physis als Abräumer, ohne jedoch selbst häufig in den Strafraum vorzustoßen oder Tore zu erzielen.
Nicht zu verachten: Bescheidenheit ist eine Tugend
Bei Jude wird kritisiert, dass er defensiv unterdurchschnittlich ist und in tieferen Positionen nicht seine volle Stärke ausspielt. Seine Defensivarbeit und das Tempo-Management im Spiel lassen zu wünschen übrig.
Zudem wird ihm ein zu großes Ego und eine zu starke Fokussierung auf individuelle Aktionen vorgeworfen, was seiner Rolle als zentraler Mittelfeldspieler nicht immer gerecht wird. Seine Strafraumpräsenz ist zwar vorhanden, aber nicht immer konstant.
Jobe fehlt es bislang an Erfahrung auf Top-Niveau und an Torgefahr. Er kommt selten selbst zum Abschluss und spielt kaum Pässe in den Strafraum. Seine Rolle ist klar defensiver und weniger spektakulär, was ihn in der öffentlichen Wahrnehmung oft benachteiligt. Seine größte Schwäche ist zur Zeit noch die geringe Offensivpräsenz.
Stoff für einem Abendfilm – Titel: Der Vorname
Jude ist ein lauter, dominanter Charakter auf dem Platz, der mit viel Dynamik und Präsenz das Spiel beeinflusst. Er ist ein klassischer Box-to-Box-Spieler, der mit viel Laufarbeit Räume schafft und mit kraftvollen Dribblings überzeugt. Seine Spielweise ist offensiv ausgerichtet, er sucht oft den Abschluss und ist ein kreativer Antreiber.
Jobe dagegen wirkt zurückhaltender und abgeklärter. Er glänzt durch strategische Klarheit, Ruhe und Übersicht, agiert als Bindeglied im Mittelfeld und setzt seine Mitspieler in Szene. Sein Stil ist weniger spektakulär, aber sehr effektiv für den Spielaufbau und die Defensivarbeit.
Er will sich bewusst vom Vergleich mit Jude lösen und hat sich entschieden, nur mit seinem Vornamen aufzulaufen, um seine eigene Identität zu stärken.

