Zeitumstellung 2015 auf Winterzeit: Auswirkungen auf den Biorhythmus

Stephan Frey
Stephan Frey
3 min Lesezeit

Die Zeitumstellung 2015 auf Winterzeit steht bevor: In der Nacht vom 24. auf dem 25. Oktober 2015 ist es in Deutschland wieder soweit, die Uhr wird für die Winterzeit im Rahmen der Zeitumstellung um eine Stunde zurückgestellt.

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Das bedeutet, wir erhalten die Stunde zurück, die bei der Umstellung auf die Sommerzeit “gestohlen“ wurde.

Viele haben Schwierigkeiten bei der Zeitumstellung

Während für viele die gewonnene Stunde als positiv zu betrachten ist, bereitet die Zeitumstellung zunehmend mehr Menschen Probleme, in Bezug auf die Anpassung an ihren persönlichen Biorhythmus.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin, der gleichzeitig Leiter des Schlafzentrums am Pfalzklinikum in Klingenmünster ist, Hans-Günter Weeß, vergleicht die Zeitumstellung derweil mit einem “Mini-Jetlag“.

Auch wenn die meisten Personen sich innerhalb von ein bis zwei Tagen an die neue Zeit gewöhnt haben, bereitet es insbesondere Menschen mit Schlafstörungen, älteren Personen und Kindern mitunter Probleme. Hier kann die Anpassung an den persönlichen Biorhythmus teilweise bis zu einer Woche andauern.

Experte: Schrittweise Umstellung bereits Tage vorher „einüben“

Weeß rät deshalb mit der Zeitumstellung bereits einige Tage vor der eigentlichen Zeitumstellung anzufangen. So empfiehlt es sich, jeden Abend zwischen 10 Minuten und 15 Minuten später ins Bett zu gehen.

So wäre nach vier bis sechs Tagen die Anpassung in kleinen Schritten erfolgt. Insbesondere ist es möglich, am Morgen (sofern es die persönlichen Dienstzeiten zulassen) die 10-15 Minuten dann wieder durch längeren Schlaf anzuhängen.

Auch körperliche Betätigungen, der Verzicht auf Alkohol und die Aufnahme nicht allzu üppiger Mahlzeiten kann bei der Zeitumstellung behilflich sein.

Zeitumstellung: Winter verursacht oft Stimmungsschwankungen

All jene, die im Zuge der Zeitumstellung morgens früher aufwachen und regulär aufstehen wollen, bleiben stattdessen entspannend im Bett liegen. Auch wenn dies sicherlich ein wenig Überwindung kostet, der Körper wird es einem danken.

Durch die aktuelle Zeitumstellung 2015 auf Winterzeit erhält der Körper weniger Licht und produziert dadurch gleichzeitig weniger Serotonin, welches als Glückshormon bekannt ist.

Dadurch wird nicht nur der Tagesrhythmus bestimmt, sondern zugleich auch die persönliche Stimmungslage.

Bewegung an der frischen Luft als Winter-Lebenselixier

Durch viel Bewegung an der frischen Luft kann der leichten Winterdepression entgegengewirkt werden. Letztlich dürfte die nächste Anpassung spätestens mit der kommenden Sommerzeit erneut auf einen warten.

Dann aber mit dem Vorteil, dass die dunkle Jahreszeit hinter einem liegt und das Aufstehen am frühen Morgen einfacher ist.

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Bsp. Grafik: Zeitumstellung 2015 / Winterzeit Deutschland (c) fb

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