Waldbrand Spanien: Aktuell 2000 Menschen auf der Flucht

Stephan Frey
Stephan Frey
3 min Lesezeit
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Spanien wurde im Jahr 2012 bereits mehrfach Opfer von Waldbränden. Ob auf den Inseln wie Teneriffa oder Mallorca, insbesondere der trockenste Winter seit 70 Jahren hat für die Waldbrände hervorragende Voraussetzungen geboten.

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Immer wieder kämpften dieses Jahr die Feuerwehrleute an verschiedenen Orten in Spanien gegen die Waldbrände. Nun hat es den Osten Spaniens besonders hart erwischt.

Schon mehrfach Waldbrände in Spanien dieses Jahr

Die Region um Valencia wird aktuell derart heftig von Waldbränden bedroht, dass bis heute rund 2000 Spanier ihre Häuser verlassen mussten um sich vor den Flammen in Sicherheit zu bringen.

In Bugarra, etwa 50 Kilometer weiter nordwestlich von Valencia gelegen, mussten die Menschen ihre Häuser aus Sicherheitsgründen verlassen.

Die Nachricht wurde von den Feuerwehrleuten selbst per Twitternachricht abgesetzt.

Sprecherin: „Feuer in der Region ist außer Kontrolle“

Auch in den benachbarten Ortschaften kam es zu Evakuierungs- maßnahmen. Eine Sprecherin der örtlichen Feuerwehr sagte wörtlich: „Das Feuer ist außer Kontrolle“.

Wegen der Brandsituation waren auch mehrere Straßen nicht mehr befahrbar. In der Nacht von Sonntag auf Montag kämpften etwa 350 Feuerwehrleute gegen das Feuer.

Insgesamt bisher 184831 Hektar Land verbrannt

Erst im Juli waren rund 50000 Hektar Land in derselben Region abgebrannt. Seit Jahresbeginn wurden nach Angaben des zuständigen Landwirtschaftsministeriums rund 184831 Hektar Land durch die Feuer verbrannt.

Einige Experten geben einerseits dem Klimawandel und den zunehmenden Hitzewellen in Spanien sowie der zunehmenden Trockenheit die Schuld.

Andere Experten sehen zum Teil auch Grundstückspekulanten als Grund für die Feuer an. In jedem Fall werden Teile Spaniens in den letzten Jahren immer mehr zu Steppen- und Wüstenlandschaften.

Spanien: Welche Rolle spielen die Erdbeerplantagen?

Der Klimawandel und damit die Desertifikation der Landschaft wird zum Teil durch Erdbeerplantagen begünstigt, die das örtlich verfügbare Wasser nahezu komplett für sich beanspruchen und damit den klimatologisch bedingten Landschaftswandel noch beschleunigen.

Sollte sich dieser Prozess fortsetzen, könnten bald große Teile Spaniens in eine Art zweite Sahara verwandelt werden.

Die Feuer indes bergen jedoch die Chance aus den Fehlern zu lernen, allerdings lässt sich durch die gemachte Erfahrung mit vergangenen Waldbränden erahnen, dass keine Lehren aus den Bränden und deren Ursachen gezogen werden.

Weitere News: Waldbrände: Spanien und Italien aktuell weiter betroffen!


Bsp. Grafik zum Artikel: Waldbrand Spanien 2012 / aktuell (c) te

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