Wahlomat zur Europawahl 2014: Wahl-Entscheidungshilfe online

Stephan Frey
Stephan Frey
3 min Lesezeit

Wahlomat zur Europawahl 2014: Parteien zielen auf Interessen der Bürger ab, Wahl-Entscheidungshilfe der BPB online – Die Europawahl am 25. Mai 2014 lockt mit zahlreichen Parteien und Wählergruppen.

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Nicht umsonst gilt der Wahlzettel der Europawahl als berüchtigt. 25 Parteien finden sich auf der Wahlliste.

38 Thesen ebnen Weg zu möglicher Wahlentscheidung

Damit erreicht der Stimmzettel schon einmal Mega-Ausmaße hinsichtlich der Länge. Da stellt sich manch Wähler die Frage, wen man denn nun wirklich wählen soll?

Seit einigen Jahren gibt es deshalb als Wahl-Entscheidungshilfe den so genannten Wahlomaten. Insgesamt 38 Thesen werden dabei abgefragt.

Der jeweilige Nutzer des Wahlomaten kann anhand von 38 aufgestellten Thesen seine Zustimmung, eine neutrale Haltung oder eine Ablehnung formulieren.

Splitterparteien diesmal mit realistischen Chancen

Im Anschluss daran können bestimmte Antworten gewichtet werden und mehrere Parteien ausgewählt werden, die dann letztlich mit den eigenen Antworten verglichen werden. Schließlich erhält der Nutzer des Wahlomaten dann das Ergebnis, dass die meiste Übereinstimmung mit den Programmen der jeweiligen Partei zeigt.

Besonders interessant ist die Europawahl diesmal deshalb, weil es nahezu keine prozentuale Hürde für den Einzug in das Parlament gibt. Das bedeutet, dass Personen, die beispielsweise eine hohe Übereinstimmung mit der Tierschutzpartei oder einer anderen Splitterpartei haben, diese wählen können und damit quasi direkt in das Europaparlament schicken können.

Denn erstmals erhalten auch die Kleinstparteien Möglichkeit ins Europaparlament einzuziehen. Das Bundesverfassungsgericht hatte vor kurzem die Drei-Prozent-Klausel gekippt und dadurch den Weg für Kleinstparteien in EU-Parlament freigemacht.

Linken-Spitzenkandidatin laut Wahlomat Grünen-Wählerin

Nicht immer muss die eigene politische Überzeugung aber mit dem Ergebnis des Wahlomaten übereinstimmen. So hatte beispielsweise die Linken-Spitzenkandidatin für das Europaparlament, Gaby Zimmer, eine Übereinstimmung von 90,2 Prozent mit den Grünen.

Erst dann kam Zimmers Partei, die Linke. Auf den dritten Platz kam bei Frau Zimmer die Piratenpartei.

Der Spitzenkandidat der CDU, David McAllister, erhielt hingegen bei der Bedienung des Wahloamten ein Ergebnis von 98,7 Prozent Übereinstimmung mit seiner eigenen Partei und auf Platz zwei mit der CSU.

Letztlich dient der Wahlomat jedoch nur als Entscheidungshilfe. Er soll nicht im Sinne einer dringenden Wahlempfehlung verstanden werden.

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Bsp. Grafik: Wahl-O-Mat 2014 Europawahl / Online App (c) bpb

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