Wahl in Brandenburg: Umfrage sieht AfD im Landtag

Stephan Frey
Stephan Frey
3 min Lesezeit

Landtagswahl in Brandenburg: AfD vor Einzug ins Potsdamer Parlament, aktuelle Umfrage und Prognosen im Visier – Am 14. September 2014 werden in Brandenburg und Thüringen neue Landtage gewählt. Nach aktuellen Umfragen zur Wahl sieht es für die FDP in Brandenburg ähnlich traurig aus wie zuvor in Sachsen.

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Dort flogen die Liberalen mit weniger als vier Prozent aus dem Dresdner Landtag.

Umfrage in Brandenburg: SPD liegt weit vor der CDU

In Brandenburg liegt die FDP derzeit bei zwei Prozent. Bei der letzten Wahl erreichten die Liberalen noch 7,2 Prozent. Während die FDP nahezu keine Chance hat in den Landtag einzuziehen, liegt die europakritische AfD Umfragen zufolge bei acht Prozent.

Die SPD kommt demnach aktuell auf 33 Prozent und die CDU auf 25 Prozent. Die Linke erreicht den Umfragen zufolge 21 Prozent und die Grünen sechs Prozent.

Die SPD kann sich somit aussuchen, ob sie weiterhin mit der Linkspartei eine Koalition bilden will oder eine Koalition mit der CDU eingehen möchte.

AfD als Sammelbecken rechter und nationalistischer Kräfte

Während 48 Prozent der Befragten eine Regierungskoalition mit der CDU befürwortet, sprechen sich nur 40 Prozent für eine Koalition mit der Linkspartei aus. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) erreicht derzeit Beliebtheitswerte von 59 Prozent.

Das Phänomen der „Alternative für Deutschland“ (AfD) sehen Experten zwischenzeitlich ähnlich gelagert wie das der Linkspartei.

Während die SPD seit dem es die Linke gibt, kaum noch über 30 Prozent erreicht, droht der CDU ähnliches Ungemach.

Landtagswahlen: CDU sieht für sich keine Berdrohung

Die AfD fungiert dabei immer mehr als eine Art Sammelbecken nationaler Kräfte, die ansonsten ihre Heimat in der CSU oder am rechten Rand der CDU gefunden hatten. Aber auch rechtsextreme Kräfte wählen zunehmend die „Alternative für Deutschland“.

Die CDU wischt derweil vor der Landtagswahl in Brandenburg alle Bedenken beiseite und verweist auf ähnliche Entwicklungen in der Vergangenheit.

Dort gab es die Republikaner, die Statt-Partei oder die Schill-Partei, die ähnliches Klientel bediente. Alle versanken nach und nach wieder in der Bedeutungslosigkeit.

Ob der AfD dieses Schicksal auch droht und damit die CDU auf lange Sicht gesehen weiterhin den Status der größten Volkspartei (hinsichtlich der Wählerschichten) beibehält, bleibt abzuwarten.

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Bsp. Bild zum Artikel: Landtagswahl in Brandenburg / Wahl-Umfrage AfD Prognose (c) cc/dpgb

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