Vogelgrippe 2014: Nach Deutschland nun Großbritannien betroffen

Stephan Frey
Stephan Frey
3 min Lesezeit

Vogelgrippe nun auch in Großbritannien angekommen, Symptome der Erreger-Variante H5N1 aufgetreten – Nach einem Befall in Deutschland (Mecklenburg-Vorpommern) und den Niederlanden ist die Vogelgrippe im November 2014 nun auch in Großbritannien angekommen.

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In den Niederlanden wurden rund 150.000 Hühner „vorsorglich“ geschlachtet, weil es sich hier um die Virus-Variante H5N6 handelt, die einerseits hoch ansteckend ist und wohl auch auf den Menschen überspringen kann.

Übertragung auf den Menschen nicht bei allen Virustypen der Vogelgrippe möglich

In den Niederlanden wurde zudem angeordnet, dass für 72 Stunden weder Geflügel und deren Nebenprodukte sowie Eier nicht mehr transportiert werden dürfen.

Zudem wurde in einem Radius von 10 Kilometer um den betroffenen Geflügelhof eine 30 tägige Zugangssperre erhoben. In Großbritannien hingegen tauchte nun eine Virus-Variante auf, die aber offenbar für den Menschen nicht gefährlich ist.

Insbesondere die Erreger-Variante H5N1 ist für den Menschen hochgefährlich. Auch das in Europa nun aufgetauchte Virus H5N8 lässt eine Übertragung auf den Menschen grundsätzlich zu. Bislang sei dies aber nicht der Fall gewesen, so Wissenschaftler.

Zugvögel für Krankheitsausbrüche in Europa verantwortlich?

Als mögliche Ursache für die neue Vogelgrippewelle in Europa werden aller Voraussicht nach Zugvögel ausgemacht. Diese seien mitunter einige Tausende Kilometer unterwegs und eine Übertragung ist somit global möglich.

Derweil geht das Friedrich-Loeffler-Institut davon aus, dass keine Zugvögel aus dem asiatischen Raum bislang nach Europa geflogen seien.

Möglicherweise erfolgte die Übertragung an den Rastplätzen beziehungsweise den Wasserstellen der Vögel.

Infektionsrisiko für den Menschen insgesamt gesehen als niedrig zu bezeichnen

Dadurch sei es möglich gewesen, dass der Vogelgrippe-Erreger nach und nach von Asien nach Europa eingewandert ist.

Nach dem derzeitigen Stand der Dinge gehen die Wissenschaftler davon aus, dass eine akute Gefährdung für die Bevölkerung in Europa nicht gegeben ist.

Insbesondere die Tatsache, dass in der Europäischen Gemeinschaft aufgetretene Vogelgrippe-Infektionen umgehend mit entsprechenden Schutzmaßnahmen begegnet wird, sorgt für ein Höchstmaß an Sicherheit für die Bevölkerung.

Dadurch ist es möglich, eine Ausbreitung der Vogelgrippe in Europa zu verhindern.

Letztlich kann jedoch in Einzelfällen eine Übertragung auf den Menschen nicht ausgeschlossen werden. Insgesamt gesehen dürfte das Risiko hierzulande aber als äußerst gering zu bewerten sein.

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Bsp. Grafik: Vogelgrippe Symptome 2014 / H5N1 Virus (c) cc/JanetandPhil

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