US-Finanzminister Geithner blitzt bei Europäern ab

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Timothy-Geithner-USA

Der Leiter der Eurogruppe Jean-Claude Juncker bezeichnete es als einen Dialog unter Freunden, gemeint war die Diskussion zwischen US-Finanzminister Geithner und den Euro-Finanzministern.

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Das Ergebnis des so genannten „Freundeskreises“ war jedoch am Ende mehr als ernüchternd.

Juncker: „Nichts Neues“

Beide Seiten hielten als Gesprächsergebnis fest, dass die Reaktionen auf die Probleme der Weltwirtschaft eng aufeinander abgestimmt werden sollen.

Dies war jedoch bereits das Ergebnis der Gespräche der G7 in Marseille, das vor einer Woche stattfand. Juncker faste den Tag daher auch ernüchternd zusammen: „Es gab also nichts Neues“.

Der US-Finanzminister war mit allerlei Ideen und Vorschlägen im Gepäck zu den Beratungen nach Breslau gefahren.

So bestand einer seiner Kernvorschläge darin, dass die Europäer mehr Geld aufwenden sollen, um die abnehmende Konjunktur zu beflügeln.

Jean-Claude Juncker, gab jedoch zu erkennen, dass die Vorschläge aus der Heimat des ungezügelten Kapitalismus im eher konservativ handelnden Europa auf wenig Gegenliebe stoßen.

Abfuhr für US-Finanzminister

Die EURO-Rettungsschirmdiskussion führe man nicht mit externen Staaten, die nicht betroffen sind, so ließ es sich sinngemäß aus Junckers Mund entnehmen.

Juncker gab dem US-Finanzminister auch in puncto staatliche Konjunkturhilfen eine Abfuhr. Wörtlich sagte er: „Wir haben keine haushaltspolitische Marge, die zuließe, dass wir das täten.

Das würde die haushaltspolitische Konsolidierung, die jetzt Gott sei Dank in Fahrt gekommen ist, wieder einknicken lassen“.

Die österreichische Finanzministerin Maria Fekter berichtete zudem über eine handfeste Auseinandersetzung zwischen Geithner und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Wahre Freundschaft sieht jedenfalls anders aus.


Grafik US-Finanzminister Timothy Geithner (c) cap

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