Unwetter in Nordrhein-Westfalen: Das große Aufräumen hat begonnen

Stephan Frey
Stephan Frey
3 min Lesezeit

Unwetter in NRW 2014: Das große Aufräumen hat begonnen, Unwetterzentrale mit aktuellem Lagebericht gestern und heute – Nach dem verheerenden Unwetter in Nordrhein-Westfalen gab es auch gestern in der Nacht zum Donnerstag erneut Gewitter.

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Im Fall zum ersten Unwetter war dieses aber verhältnismäßig harmlos verlaufen.

Starkregen, zahlreiche umgestürzte Bäume

Am Pfingstmontag hatte ein starkes Unwetter mit Starkregen, Hagel und heftigen Gewittern sechs Todesopfer alleine in Nordrhein-Westfalen gefordert.

Insbesondere das Ruhrgebiet wurde hart getroffen. Rund um die Uhr räumen Polizei und Feuerwehr umgestürzte Bäume von den Straßen und teilweise auch von Fahrzeugen.

Hagelkörner so groß wie Zwei-Euro-Münzen

Zahlreiche Bahnverbindungen sind außer Betrieb. Trotz des geringeren Ausmaßes hatte auch das zweite Unwetter lokal für Schäden gesorgt. In Werl fielen bis zu 20 Liter Regen innerhalb einer Stunde.

Im Hochsauerlandkreis, in Schmallenberg, waren es immerhin noch 15 Liter je Stunde. Teilweise fielen in Schmallenberg Hagelkörner von einer Größe eines Zwei-Euro-Stücks.

Dabei wurden teilweise Dachfenster durchbrochen. Ein Schulzentrum wurde überschwemmt. Beim ersten Unwetter liefen teilweise öffentliche Gebäude voll und der Bahnverkehr kam völlig zum Erliegen.

NRW-Innenministerium: Aufräumarbeiten können noch Wochen dauern

Auch der Düsseldorfer- und Kölner Flughafen waren zum Teil Stunden außer Betrieb.

Nach Angaben einer Sprecherin des NRW-Innenministeriums würden die Aufräumarbeiten “noch mehrere Tage, wenn nicht sogar Wochen dauern“.

Krankenzimmer im Neusser Lukas-Krankenhaus zunächst unbewohnbar

Besonders der Raum um Düsseldorf wurde besonders heftig vom Unwetter betroffen. In Neuss stürzte ein Festzelt des Schützenfestes ein, ein Krankenzimmer im Neusser Lukas-Krankenhaus wurde von herabfallenden Teilen zunächst unbewohnbar.

Die Feuerwehren warnten vor herabfallenden Ästen und Dachziegeln. Zahlreiche Waldgebiete wurden zudem für Spaziergänger gesperrt. Immer noch besteht die Gefahr von herabfallenden Ästen und umstürzenden Bäumen.

Klimawandel greift immer weiter um sich

Das Innenministerium von geht von rund 80.000 beschädigten Bäumen aus. Der berüchtigte Sturm “ Kyrill“ hatte im Jahr 2007 knapp 15 Millionen Bäume zum Umsturz gebracht. Auch die Landwirtschaft wurde durch das Pfingst-Unwetter stark betroffen.

Während Meteorologen schon lange nicht mehr von einem Jahrhundert-Unwetter ausgehen, sprechen auch immer mehr Wissenschaftler von der nicht mehr zu vermeidenden Folge des Klimawandels. In immer kürzeren Abständen treten dabei immer größere Wetterextreme auf. Letztlich kann nur ein drastisches Umschwenken in der globalen Klimapolitik derartige Unwetter auf Dauer eindämmen.

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Grafik zum Artikel: Unwetter in NRW 2014 / Unwetterzentrale heute aktuell (c) cc/kl

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