Uli Hoeneß: Erpressung kurz vor Strafantritt im Gefängnis

Stephan Frey
Stephan Frey
4 min Lesezeit

News im Fall Uli Hoeneß: Kurz vor Strafantritt im Gefängnis mit 200.000 Euro erpresst – Der frühere Präsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, wurde kurz vor Haftantritt mit einer Erpressung konfrontiert.

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Ein ehemaliger Strafgefangener forderte von Hoeneß 200.000 Euro und drohte dem ehemaligen FC Bayern-Präsident Ärger für den Fall im Gefängnis an, dass er die Summe nicht bezahlen würde.

Erpresser: „Haft zur Hölle machen“

Der 50-jährige Thomas S. hat Uli Hoeneß erpresst und handelte dabei völlig naiv. Dem ehemaligen Strafgefangenen drohen nun abermals mehrere Jahre der Besinnung im Gefängnis. Am Samstagvormittag ging bei Uli Hoeneß ein Schreiben ein, indem diesem durch den Erpresser das Leben im Gefängnis „zur Hölle gemacht werden solle“.

Unter anderem behauptete Thomas S. in dem Erpresserschreiben, gute Kontakte in verschiedene Gefängnisse im Freistaat Bayern aufweisen zu können.

Deshalb könne er Hoeneß die Haft „zur Hölle machen.“ Der Erpresser forderte von dem ehemaligen FC Bayern Präsidenten rund 200.000 Euro in bar. Erstmals saß Thomas S. bereits in den 1980er Jahren im Gefängnis.

Uli Hoeneß benachrichtigte umgehend die Polizei

Auch in der darauffolgenden Dekade saß er erneut im Knast. Zuletzt befand er sich im Jahr 2009 im Gefängnis. Verurteilt wurde er unter anderem wegen, Raub, Untreue sowie Diebstahl. Uli Hoeneß indes ging zum Schein auf die Erpressung ein.

In Wahrheit jedoch verständigte dieser umgehend die Polizei. Bereits wenige Stunden nach Eingang des Erpresserschreibens lag dieses bei der Polizei in Bad Wiessee vor.

Das Geld sollte dabei in Scheinen in ein Päckchen gepackt werden, was wiederum in einem Papierkorb an einer Bushaltestelle in der Ortschaft Sendling deponiert werden sollte. Als Fluchtfahrzeug wollte Thomas S. sein Fahrrad benutzen.

Geldübergabe an der Bushaltestelle: Naive Handlungsweise des Täters

Die Geldübergabe sollte bereits am Samstagabend erfolgen. Jedoch kam nicht Uli Hoeneß mit den 200.000 Euro in bar an die Bushaltestelle, sondern ein Spezialeinsatzkommando der Polizei. Die Polizisten umstellten dabei unauffällig die Bushaltestelle und riegelten die näheren Zufahrtsstraßen ab.

Das Paket wurde tatsächlich in den Mülleimer gelegt. Die Polizei überwachte daraufhin den Mülleimer. Um 20:40 Uhr erschien Thomas S. auf seinem Fahrrad und entnahm das Paket aus dem Mülleimer. Kurz darauf stürmten mehrere Polizisten auf ihn zu und nahmen ihn trotz eines Fluchtversuchs fest.

Der Erpresser kam zunächst ins Krankenhaus, da er stürzte und sich dabei an der Schulter verletzte und sitzt nun in U-Haft. Immerhin dürfte seine Strafe um einiges höher sein als die von Uli Hoeneß. Das höchste Maß an Strafe wegen Erpressung beträgt nach dem Starfgesetzbuch fünf Jahre Haft.

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Bsp. Grafik zum Artikel: Uli Hoeness Erpressung / Gefängnis (c) cc/Brauer Photos / Hubert Burda Media

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