Ukraine Konflikt: Russland legt Sieben-Punkte-Plan vor

Stephan Frey
Stephan Frey
3 min Lesezeit

News im Ukraine-Konflikt: Russland legt aktuell Sieben-Punkte-Plan vor – In die Ukraine-Krise scheint Bewegung zu kommen. Russland hat im September 2014 einen Sieben-Punkte-Plan zur Befriedung des bewaffneten Konfliktes vorgelegt.

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Kurz vor dem geplanten Nato-Gipfel schüttelt Putin damit einen Plan aus den Ärmeln, der die Nato und auch Kiew in Bedrängnis bringt.

Putin legt Handlungsplan vor

Gerade erst hatte die Nato eine Stationierung von Truppenkontigenten in den Baltischen Staaten und in Polen geplant.

Nun könnte der diplomatische Schachzug Putins die Pläne der Nato zumindest vorübergehend blockieren. Russland selbst generiert sich dabei als Friedensstifter.

So weist Moskau jegliche Verantwortung von sich, Teil der Aggression zu sein. Putin teilte Journalisten gegenüber mit, dass er den Friedensplan während des Fluges auf eine Dienstreise in die Mongolei entworfen habe.

Sieben Punkte klingen nachvollziehbar und durchdacht

Auch dies soll dem Westen gegenüber zeigen, dass Russland nicht lange braucht, um Frieden zu schaffen. Während der Westen in wochenlangen Beratungen scheinbar kaum Fortschritte in diplomatischer Richtung macht, entwirft der russische Präsident mal eben auf einem mehrstündigen Flug einen tragfähigen Friedensplan, so die Lesart der Information an die Journalisten.

Der „Handlungsplan“ soll in einem ersten Schritt das Einstellen des bewaffneten Kampfes in den Regionen Donezk und Luhansk vorsehen. Zweitens sollen die bewaffneten ukrainischen Truppeneinheiten in eine Gegend verlegt werden, die den Beschuss von Wohnorten ausschließe.

Drittens soll eine internationale Kontrolle der Waffenruhe erfolgen. Zudem sollte viertens kein Militärflugzeug mehr in dem Konfliktgebiet eingesetzt werden.

Mauer in den Köpfen beseitigen, nicht in Stein errichten

Fünftens soll es zu einem Gefangenenaustausch kommen. Als sechster Punkt sind humanitäre Korridore vorgesehen. Siebtens sollen Reparaturtrupps die zerstörte Infrastruktur in der umkämpften Region wieder instand setzen.

Derweil schein Kiew einen anderen Plan zu verfolgen. Die ukrainische Regierung erwägt offenbar den Bau einer Mauer entlang der russischen Grenze.

Ob dadurch eine neue „Berliner Mauer“ entsteht dürfte Kiew indes nicht umtreiben. Letztlich geht es um die Mauer in den Köpfen. Dies gilt für beide Konfliktparteien.

Diese muss eingerissen werden, nicht neu errichtet werden und in Stein gemeißelt werden. Der Kalte Krieg und die jüngste deutsche Geschichte könnte hier Pate stehen.

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Bsp. Grafik: Ukraine Krise aktuell / News 2014 Nachrichten (c) cc/maiakinfo

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