Taifun auf Philippinen 2013: „Haiyan“ toppt alle bisherigen Stürme

Stephan Frey
Stephan Frey
3 min Lesezeit

Taifun Philippinen 2013: „Haiyan“ als Super-Sturm eingestuft, Unwetter zieht im November 2013 von den Philippinen nach Vietnam – Der Taifun “Haiyan“ fegte mit bis zu 380 Stundenkilometern über die Philippinen.

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Die Meteorologen sprechen bereits von einem “Super-Taifun“.

Zahlreiche Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten

Angaben zufolge gab es 10000 Tote und weitere Verletzte. Zahlreiche Ortschaften der Philippinen sind derzeit von der Außenwelt abgeschnitten. Das derzeitige Ausmaß der Verwüstung ist nicht absehbar.

Dabei wurden zahlreiche Personen von Strommasten erschlagen oder vom Blitz getroffen. Experten erwarten jedoch weitaus mehr Opfer.

Weil viele Ortschaften von der Außenwelt völlig isoliert sind, dringen Information nur spärlich an die Öffentlichkeit. Dies gilt umso mehr, als dass zahlreiche Telefonverbindungen ebenfalls gekappt sind.

Windgeschwindigkeiten von weit über 300 Stundenkilometern

Im Vorfeld des Wirbelsturms wurden bereits Hunderttausende Menschen durch die Behörden evakuiert. Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit des Taifuns beträgt über 300 Kilometer pro Stunde.

Besonders die philippinische Hauptinsel und die Insel Cebu sind von dem Sturm betroffen.

Eine Flucht vor dem Sturm ist ebenfalls nur schwer möglich, da dieser auf einem Gebiet von rund 600 Kilometern über die philippinischen Inseln fegt.

Insel Bohol wird erneut von Naturkatastrophe heimgesucht

Auch die Insel Bohol ist vom Ausmaß des Wirbelsturms betroffen. Die Insel musste erst vor einigen Wochen eine Naturkatastrophe verkraften. Dort kam es zu einem Erdbeben mit der Stärke 7,3 auf der Richterskala.

Damals kamen 200 Menschen ums Leben. Weil mehrere tausend Menschen seitdem in Zelten untergebracht sind, stellt sich die Lage für die Betroffenen als besonders dramatisch dar. Deshalb wurden zahlreiche Personen von der Insel evakuiert.

Sturm: Super-Taifun Haiyan erreicht Philippinen

Klimawandel schuld an zunehmender Sturmstärke?

Die schlimmsten Ausläufer des Wirbelsturms haben die Philippinen gegen Abend verlassen und nehmen auf dem Meer erneut Energie auf. Welche Gebiete als nächstes von dem Sturm betroffen werden, bleibt abzuwarten.

Immer wieder kommt es in der Region zu starken Wirbelstürmen. Meteorologen sehen jedoch, dass die Stärke der Stürmer stetig zunehmen.

Einige Experten sehen darin bereits erste Auswirkungen des Klimawandels. Insbesondere konservative Politiker in den USA weisen diese Mutmaßungen jedoch zurück.

Allerdings gibt es immer mehr Anzeichen dafür, dass die Mutmaßung sich letztlich als richtig herausstellen.


Bsp. Grafik zum Artikel: Taifun Haiyan Philippinen / Unwetter-Sturm (c) cc/NASA

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