Tag der Deutschen Einheit 2013: Feiertag von Stuttgart bis Berlin

Stephan Frey
Stephan Frey
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Fest zum Tag der Deutschen Einheit 2013: Feiertag von Stuttgart bis Berlin zelebriert, Kretschmann mahnt mehr Föderalismus an – Zum diesjährigen Tag der Deutschen Einheit 2013 (der 23. Feiertag) wurde für die Feierlichkeiten nach Stuttgart geladen.

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Jedes Jahr findet die zentrale Feier zum Tag der Deutschen Einheit in einem anderen Bundesland statt.

Kretschmann: Kritik an Finanzbeziehungen zwischen Bund und Ländern geäußert

Diesmal war Stuttgart in Baden-Württemberg gelegen, der Austragungsort der zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit 2013.

Der Ministerpräsident und derzeit amtierender Bundesratspräsident Winfried Kretschmann (Grüne) mahnte in seiner Rede zur deutschen Einheit eine dritte Föderalismusreform an.

Gleichzeitig bezeichnete er die Deutsche Wiedervereinigung als so wörtlich “ Sternstunde der Geschichte“. Insbesondere die Tatsache, dass eine Diktatur nicht durch Waffen, sondern durch Menschen mit Kerzen, die sie zu vor in Kirchen entzündet hatten, gestürzt wurde, macht die deutsche Wiedervereinigung nach Angaben von Kretschmann so wunderbar.

Nachdem der amtierende Bundesratspräsident den geschichtlichen Kontext der Wiedervereinigung gewürdigt hatte, kritisierte er die derzeit geltenden Finanzbeziehungen zwischen Bund und Ländern.

Nehmerländer müssen sich entwickeln können

Kretschmann forderte diesbezüglich eine Reform. Insbesondere kritisierte der baden-württembergische Ministerpräsident damit Bayern. Bayern hatte als so genanntes Geberland moniert, dass es im Rahmen des föderalen Gedanken die Nehmerländer finanziell weiter unterstützen müsse.

Auch Hessen stellte sich an die Seite Bayerns. Kretschmann indes sagte, dass es diesbezüglich Mechanismen geben müsse, “die gewährleisten, dass Nehmerländer sich kräftigen und weiterentwickeln und Geberländer nicht dauerhaft überfordert werden.“

Damit verpackte der grüne Ministerpräsident die Kritik so, dass sie auch Bayern nicht verärgern dürfte.

Joachim Gauck: “Wiedervereinigung beglückendste Zeit meines Lebens“

Neben der Rede von Kretschmann zum Tag der Deutschen Einheit 2013 wurde insbesondere die Rede des Bundespräsidenten mit Spannung erwartet.

Dieser war in der ehemaligen DDR selbst Bürgerrechtler. Gauck sprach in seiner Rede zur deutschen Wiedervereinigung von der “beglückendste Zeit seines Lebens.“

Bundeskanzlerin: Versteckt gereichte Hand an die SPD

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verwies in ihrer Rede zum Tag der Deutschen Einheit 2013 indes auf die immer noch bestehende Diskrepanz zwischen den Lebensverhältnissen in Deutschland.

Damit gab sie verpackt einen Wink an die SPD, in Bezug auf eine mögliche Annäherung im Rahmen einer großen Koalition.

Bürgerfest erinnert an mutige DDR-Bürger

Die Kanzlerin dankte insbesondere den Bürgerrechtlern in der früheren DDR für ihren Einsatz, der letztlich zur Wiedervereinigung geführt hatte.

Der Fall der Mauer und die darauffolgende Wiedervereinigung werden jedes Jahr mit einem großen Bürgerfest gefeiert.

Durch den Charakter des Bürgerfestes soll daran erinnert werden, dass es einfache Bürger waren, die die damalige SED-Diktatur vertrieben hatten.

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Bsp. Grafik: Tag der Deutschen Einheit 2013 / Feiertag von Stuttgart bis Berlin (c) cc/Bundesrat

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