Stuttgart 21 Volksabstimmung: Ergebnis eindeutig

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Stuttgart-21-Volksabstimmung

Die Stuttgart 21 Volksabstimmung im Ergebnis: Mappus stürzte, weil es im Ländle scheinbar keine anderen Sorgen gab als Stuttgart 21.

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Eine geballte Übermacht von Gegnern des Stuttgarter Bahnhofprojektes ermöglichte erstmals in der deutschen Geschichte einen grünen Ministerpräsidenten.

Stuttgart 21: Fast 59 Prozent wollen den neuen Bahnhof

Wenige Monate nach der Wahl stimmten nun 58,8 Prozent für das Bahnhofsprojekt und nur 41,2 Prozent dagegen.

Die Wahlbeteiligung lag jedoch lediglich bei 48,3 Prozent, insofern stimmen die fast 59 Prozent natürlich nur auf den ersten Blick.

Genaugenommen hat über die Hälfte der Bürger erst gar nicht über Stuttgart 21 abgestimmt. Der umstrittene Bahnhof wird nun aber gebaut.

Die berechtigte Frage lautet nun: Was sollte die ganze Aufregung um einen Bahnhof, der weder gravierende Eingriffe in die städtische Infrastruktur noch in den Naturhaushalt verursacht?

28.11.2011 - Cem Özdemir Tagesgespräch zu "Stuttgart 21"

In Stuttgart selbst wollen fast 53 Prozent Stuttgart 21

Die Kosten allein sind kein schlüssiger Grund, es scheint, als ob Stuttgart nun aus einem Traum aufgewacht ist, einem bösen Alptraum.

Das einzige Problem dabei ist, dass bei der Abstimmung in Stuttgart selbst, die Wahlbeteiligung bei stolzen 67,8 Prozent lag.

In der Landeshauptstadt stimmten 52,9 Prozent für das Bahnhofsprojekt. In Stuttgart selbst will also eine überwältigende Mehrheit den neuen Bahnhof.

Wofür nun also all die Schlichtergespräche, all die Demonstrationen? Die Bürger haben nun selbst entschieden, Stuttgart wird tiefergelegt, zumindest was den Bahnhof betrifft.

Zuvor in den News: Stuttgart 21: Die Kontroversen der Volksabstimmung

Stuttgart 21 Volksabstimmmung: Kretschmann zeigte Größe

Eine gute Sache hat die Diskussion jedoch gehabt, die Bürgerbeteiligung und damit das Interesse an politischen Entscheidungen ist durch die Volksabstimmung gestiegen.

Diese Errungenschaft können sich der amtierende Ministerpräsident, Winfried Kretschmann und seine Partei, Bündnis90/Die Grünen, an die Brust heften.

Auch zeigten die Grünen und ihr Ministerpräsident Größe in der Niederlage. Demokratie ist, wenn das Volk spricht! Das hat es getan, auch wenn das Ergebnis den Initiatoren der Volksabstimmung nicht gefällt.

Die Grün-Rote Regierung in Stuttgart muss nun entstandene Gräben innerhalb der Bevölkerung schließen. Sie ist dabei auf einem guten Weg.

Volksabstimmung zu Stuttgart 21 am 27.11.11


Bsp. Grafik Stuttgart 21 Volksabstimmung (c) ds

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3 Kommentare
  • Es geht doch bei S21 schon lange nicht mehr wirklich um den Bahnhof.
    Es geht darum, das korrupte Politiker einfach über Milliardenbeträge entscheiden, als wäre es ihr eigenes Geld.
    Und es geht darum, wie mit den Demonstranten umgegangen wurde und immernoch umgegangen wird.
    In einer richtigen Demokratie wäre es nicht nötig mit Wasserwerfern hirnlos auf Steuerzahler zu ballern, die ihr Geld in den Taschen von Bahnmanagern und Politikern verschwinden sehen.

  • Einerseits ist es schade das die Befürworter sich durchgesetzt haben und die Bäume doch gefällt werden müssen, anderseits ist es schön das die Grünen eine Schlappe hinnehmen mussten.

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