Streik Flughafen Frankfurt 2012: Lufthansa streicht 200 Flüge

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Streik-Flughafen-Frankfurt-Lufthansa

Streik am Flughafen Frankfurt 2012 trifft Lufthansa hart: Die Vorfeld-Mitarbeiter am Flughafen Frankfurt wollen ihren Streik noch am morgigen Dienstag, den 21.02.2012, sowie auch am Mittwochmorgen fortsetzen.

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Der Flughafenbetreiber Fraport hofft derweil mindestens 70 Prozent der Flüge durchführen zu können.

Flughafenstreik in Frankfurt: Über 200 Flüge gestrichen

Allein am heutigen Montag wurden bis dato 223 Flüge gestrichen. Durch den Streik auf Deutschlands bedeutendem Drehkreuz in die Welt sind nicht nur zahlreiche Passagiere betroffen, sondern auch viele Frachtgüter, die verspätet geliefert werden können.

Die Vorfeld-Mitarbeiter haben ihren Streik nunmehr von 5 Uhr morgens am heutigen Montag bis einschließlich 5 Uhr am Mittwochmorgen ausgedehnt.

Dies teilte die Gewerkschaft GdF am Montag früh mit. Ursprünglich war eine weitere Arbeitsniederlegung nur bis Dienstag geplant.

Damit streikt das Vorfeld-Personal bereits den dritten Tag. Fraport hat sich derweil auf den Streik eingestellt und hat einige Mitarbeiter geschult, um einen Notbetrieb aufrecht zu halten.

Allein die Lufthansa muss aufgrund des Streiks rund 200 Flüge streichen.

Streik: Millionenverluste für Lufthansa und Flughafenbetreiber

Das Unternehmen bietet ihren Kunden derweil kostenlose Umbuchungen auf die Bahn an. Nach London-Heathrow ist Frankfurt der zweitwichtigste europäische Flughafen.

Täglich wickelt das Personal am Frankfurter Flughafen rund 1300 Starts und Landungen ab. Derweil sind nicht nur die Passagiere sauer, sondern auch die Börsianer.

Fraport und Lufthansa müssen sich wohl streikbedingt auf Millioneneinnahmeverluste einstellen.

Dies dürfte trotz abgeschlossener Rückversicherung die Bilanz schmälern. Die Gewerkschaft GdF drohte indes mit notfalls wochenlangen Streikaktionen.

Weitere News: Streik am Flughafen Frankfurt: Flugausfälle und Verspätungen dauern an

Gehaltsforderungen: Frage der Moral oder der Brieftasche?

Das Vorfeld-Personal verlangt deutliche Einkommenssteigerungen. Im Gespräch sind Forderungen von bis zu 50 Prozent Gehaltserhöhung.

Allein die Lufthansa büßte nach bisherigen Erkenntnissen streikbedingt bisher rund 40 Millionen Euro Umsatz ein. Fraport dürfte bisher Einbußen von etwa 3,5 Millionen Euro verschmerzen müssen.

Derweil kommt von Arbeitgeberseite die Forderung sogenannten Spartengewerkschaften die Einflussmöglichkeiten zu nehmen.

Hier dürfte jedoch das Tarifrecht im Wege stehen, insofern kann sich die GdF zumindest juristisch auf der sicheren Seite fühlen.

Moralisch mag man die Forderungen der GdF diskutieren, aber da könnte auch bei Dax-Vorständen ebenso diskutiert werden, obwohl hier die Maßstäbe leicht verrutschen dürften.


Bsp. Grafik: (c) Streik Flughafen Frankfurt / Lufthansa (c) ju

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