Sternschnuppen: Hochsaison hält bis Weihnachten an

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Sternschnuppen-2011-Nacht

Sternschnuppen: Am vergangenen Samstag waren die „Draconiden“ zu Gast. Astronomen rechneten hierbei mit bis zu 600 Sternschnuppenbeobachtungen pro Stunde.

Sternschnuppen-2011-Nacht
Ein Komet zog hierbei einen langen Schweif hinter sich und die Ausläufer des Schweifs trafen die Erde in Form eines Sternschnuppenschwarms, so lässt sich das Ereignis begründen.

Sternschnuppen: Draconiden wieder in 51 Jahren zu beobachten

Ein derartiges Spektakel an Sternschnuppen wie im Jahr 2011 erwartet uns erst wieder in rund 51 Jahren.

Der Komet mit dem kryptischen Namen „21P/Giacobini-Zinner“ flog in sicherem Abstand an der Erde vorbei und hinterließ der Erde und deren Atmosphäre einen Sternschnuppenschwarm, wie er selten in diesem Umfang auftritt.

Bei Hobbyastronomen ließ dieses Ereignis innerhalb der Sternschnuppen-Phänomene im Jahr 2011 jedenfalls keine Wünsche offen.

Teilchen geraten in das Schwerefeld der Erde

Die Sternschnuppen geraten hierbei in etwa einer Entfernung von rund 200000 Kilometern in das Schwerefeld der Erde und reiben sich im Zuge der Erdatmosphäre immer mehr.

Dadurch kommt es zu einer Hitzeentwicklung die die Sternschnuppen regelrecht verglühen lassen.

Dennoch nimmt die Erde täglich an Gewicht zu, denn mikroskopisch kleine interstellare Teilchen treffen täglich auf die Erde.

Häufig nicht größer als ein Staubkorn, die Masse der Erde nimmt dennoch jedes Jahr um tausende Tonnen zu.

Sternschnuppen 2011: Spätsommer bis Herbst als Hochsaison

Jedes Jahr im Spätsommer bis zum Herbst hinein, treffen Sternschnuppenschwärme auf die Erde.

Im August waren die Perseiden der betreffende Sternschnuppenschwarm, im November treffen die bekannten Leoniden auf die Erdoberfläche.

Die Draconiden konnten zuletzt in den Jahren 1933 und 1946 beobachtet werden. Im Oktober lassen sich noch die Orinoiden beobachten.

Das Beobachtungsfenster hierzu ist noch bis zum 7. November geöffnet. Allerdings ist die Beobachtungsausbeute mit rund 3 Beobachtungen pro Stunde mäßig.

Die Tauriden lassen sich hingegen noch bis zum 25. November beobachten, hier beträgt die Ausbeute pro Stunde etwa 5 Beobachtungen.

Die Leoniden treffen in der Zeit vom 14. bis zum 21. November auf die Erde und lassen eine gute Ausbeute an Sternschnuppenbeobachtungen zu.

Vorweihnachtszeit: Quadrantiden lassen Wünsche zu

In der Vorweihnachtszeit treffen zudem die Quadrantiden auf die Erde, diese sind in der Zeit vom 07. bis zum 17. Dezember zu beobachten.

Mit etwa 120 zu beobachtenden Objekten pro Minute bleiben damit ebenfalls so kurz vor Weihnachten keine Wünsche offen.

Denn wie es ein alter Brauch will, soll der Beobachtende sich beim Anblick einer Sternschnuppe etwas wünschen, ob der Gabentisch dadurch reicher wird, steht indes in den Sternen.


Grafik Sternschnuppen 2011, Nacht (c) kl

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