Staatstrojaner: Chaos Computer Club enttarnt Trojaner deutscher Behörden

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Staatstrojaner-Bayern

Nachdem der sogenannte Staatstrojaner vom Chaos Computer Club öffentlich gemacht wurde, fordern sowohl Politiker als auch Datenschützer Aufklärung.

Staatstrojaner-Chaos-Computer-Club
Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger äußerte sich in einem Interview besorgt über den Einsatz von Schadsoftware im Auftrag des Staates.

Staatstrojaner: Ministerin nicht im Bilde?

Die Bundesjustizministerin forderte indes Aufklärung über den Sachverhalt.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass scheinbar nicht einmal die Ministerin als Hüterin des Rechtssystems über den Fall informiert ist.

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar will nunmehr die durch den Staat in Verkehr gebrachte Überwachungssoftware genau untersuchen lassen.

Hartmann: Befassung mit „Bundestrojaner“ im Innenausschuss

Auch der stellvertretende innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Hartmann, forderte eine Aufklärung über den Sachverhalt.

Hartmann befürwortet zudem eine Befassung im Innenausschuss des Bundestages. Claudia Roth, von Bündnis 90/Die Grünen, kritisiert, dass Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes massiv verletzt worden seien.

Der Chaos-Computer-Club (CCC) berichtete, dass ihm ein sogenannter Trojaner zugegangen sei, der von Ermittlern in deutschen Behörden eingesetzt würden.

Chaos Computer Club: Belege sollen her

Die Software war zudem nur bedingt gegen den Missbrauch durch Dritte geschützt.

Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschuss, Wolfgang Bosbach (CDU) forderte indes vom CCC Belege für die angeführten Vorwürfe zu erbringen.

Der CCC möchte indes aus Gründen des Informantenschutzes keine weiteren Angaben machen. Der sogenannte Bundestrojaner befällt ausschließlich Windows-Rechner.

Linux-Anwender sind bei der Behördenschnüffelei indes fein raus, ihr Rechner bleibt unbehelligt.


Grafik Staatstrojaner, Chaos Computer Club (c) mah

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