Schottland Referendum: Wahl-Prognose: Unabhängigkeit siegt knapp

Stephan Frey
Stephan Frey
3 min Lesezeit

Schottland Referendum: Knappes Ergebnis zur Unabhängigkeit von Großbritannien erwartet, aktuelle Umfrage und Prognosen im Visier – Am heutigen 18.09.2014, dem Tag der Wahl in Schottland und des Referendums zur Unabhängigkeit, erwarten Experten ein sehr knappes Ergebnis.

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Je knapper das Ergebnis wird, umso mehr könnte der nördlichste Teil Großbritanniens selbst vor einer Zerreißprobe stehen.

Schottland seit 307 Jahren Teil Großbritanniens

Je nachdem welche Seite gewinnt, könnte es durch die Verliererseite zu Protesten kommen, weil diese das Ergebnis nicht akzeptieren will.

Seit 307 Jahren ist Schottlands ein fester Bestandteil des Vereinigten Königreichs.

Während beide Seiten versuchen im Endspurt die Meinung auf ihre Seite zu ziehen, zittern die Börsen weltweit. Und auch die Europäische Gemeinschaft blickt mit Spannung und Sorge auf das morgige Referendum.

Britische Regierung redete Referendum lange Zeit klein

Das es zu einem so knappen Ergebnis kommen könnte, war vor Monaten nicht erwartet worden.

Erst durch das Verhalten von Premierminister David Cameron sowie den Parteichefs von Labour und den Liberaldemokraten, die die Abstimmung zunächst kleinredeten, dürfte nun genau das Gegenteil bei den Schotten bewirkt worden sein.

Eine kürzliche Umfrage ergab erstmals eine Mehrheit für die Abspaltung Schottlands von Großbritannien. Im Zuge dieser Erkenntnis geriet die britische Regierung regelrecht in Panikstimmung.

Nicola Sturgeon: „Die Wähler sind doch nicht dumm“

Premierminister Cameron flehte zuletzt regelrecht, Schottland möge doch bei Großbritannien bleiben. Im Gegenzug versprach er den Schotten weitestgehende Selbstbestimmung.

Die Befürworter der „Yes- Kampagne“ indes kritisieren Cameron gerade für dieses Verhalten.

So stellt sich den Befürwortern die Frage, warum die britische Regierung erst wenige Tage vor der Abstimmung diese Zugeständnisse macht, obwohl der Wahlkampf für das Referendum bereits seit zwei Jahren im vollen Gange ist?

Die stellvertretende Ministerpräsidentin der Scottish National Party, Nicola Sturgeon, bezeichnete das Versprechen von Cameron deshalb auch als Wählerverdummung. Wörtlich sagte Sturgeon :“Die Wähler sind doch nicht dumm.“

Insbesondere die Tatsache, dass die britische Regierung die zukünftigen Kompetenzen Schottlands nicht genau umreißt, zeigt, in den Augen von Sturgeon, dass es die Regierung von Cameron mit ihren Angeboten nicht ernst meint.

Aktuelle Umfragen deuten indes auf ein sehr enges Rennen hin. Am Ende könnte entscheidend sein, welche Seite mehr Wähler für sich mobilisieren kann.

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Bsp. Bild: Schottland Unabhängigkeit / Referendum Umfrage und Prognosen (c) cc/jacove

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