Queen Elizabeth II.: Die Sehnsucht der Deutschen nach der Monarchie

Stephan Frey
Stephan Frey
4 min Lesezeit

Die britische Königin Queen Elisabeth II. ist aktuell auf Staatsbesuch in Deutschland und erweist neben der Hauptstadt Berlin nun auch Frankfurt am Main die Ehre.

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Neben den obligatorischen Zusammentreffen mit dem Bundespräsidenten und der Bundeskanzlerin besucht die britische Monarchin aber auch unter anderem das Konzentrationslager Bergen-Belsen.

Königin Elisabeth II. sehr warmherzig empfangen worden

Der derzeitige Staatsbesuch in Deutschland ist der insgesamt fünfte seit Ihrem Amtsantritt. Erstmals besuchte sie Deutschland im Jahr 1965.

Die britische Königin erhielt durch Bundeskanzlerin Angela Merkel eine persönliche “Einweisung“ darüber, wo in Berlin genau die Mauer verlief. Merkel berichtete der britischen Königin dabei, dass sie lediglich knapp 200 Meter hinter der heutigen Bahnlinie entfernt lebte.

Dort wo heute die Bahnlinie verläuft, stand früher die Mauer. Auffällig ist, dass Queen Elisabeth II. eine sehr warmherzige Begrüßung durch die deutschen Regierungsvertreter zuteil wurde.

Britisches Königshaus ein Vorbild für Jugend in Deutschland?

Am Nachmittag begab sich die Königin zu einem Vortrag an die TU Berlin und lauschte dort einem Vortrag. Besonders auffällig bei dem Staatsbesuch ist die Tatsache, dass zahlreiche Fans der britischen Königin Stunden zuvor versucht haben einen Blick der britischen Königin erhaschen zu können.

Bemerkenswert ist hierbei, dass die Fans der britischen Königin echte Begeisterung zeigen und keine gespielte. Offenbar gilt die britische Königin nicht nur als Garant von Anstand und Sitte, sondern auch in Deutschland als Vorbild zahlreicher junger Menschen eines optimalen Staatsoberhaupts.

Nicht wenige wünschen sich für Deutschland ebenfalls jenen royalen Glamour, den die Königshäuser Europas und insbesondere das britische Königshaus verströmen. Dabei wird jedoch außen vor gelassen, dass insbesondere zahlreiche Briten die jährlichen Zuwendungen an die Königin für zu hoch halten und deshalb nach Möglichkeit die Königin und ihre Familie abgesetzt sehen wollen.

Viele wünschen sich eine Großmutter wie Queen Elisabeth

Auch in Spanien gibt es ähnliche Überlegungen. Nach außen repräsentiert die britische Königin allerdings auch in Großbritannien immer noch jenen Glamour, den das britische Empire einst weltweit verströmte.

Die besondere Beliebtheit von Königin Elisabeth II. in Deutschland dürfte aber eher darin begründet liegen, dass es sich bei der königlichen Hoheit um eine alte feine Dame handelt, die sich so mancher hierzulande als Großmutter wünschen würde.

Lehre aus der Geschichte: Deutschland tut Monarchie nicht gut

Fest steht jedoch, dass eine der Lehren des Ersten und Zweiten Weltkrieges auch die war, dass Deutschland weder ein Monarch noch eine Führerpersönlichkeit guttut. Die logische Konsequenz daraus war ein demokratischer Rechtsstaat.

Insbesondere Großbritannien und das britische Königshaus hingegen hat bereits vor mehreren Jahrhunderten den Einklang mit der Demokratie gefunden und sich dadurch als Institution etabliert, die royalen Glamour verströmt und gleichzeitig wie kein anderes Land die Demokratie nach außen vertritt.

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Bsp. Grafik: Queen Elizabeth die 2. / Besuch in Berlin und Frankfurt (c) cc/ Government of Alberta

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