Politologe Hacke: Westerwelle muss zurücktreten

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Guido-Westerwelle-Aussenminister

FDP: Nach eigener Einschätzung bekommt der Außenminister und ehemalige Chef der Liberalen Guido Westerwelle viel Unterstützung aus den eigenen Reihen.

Guido-Westerwelle-Liberale
So sagte Westerwelle nach der gestrigen Klausurtagung der FDP-Bundestagsfraktion wörtlich: „Ich habe eine außerordentlich erfreuliche Sitzung erlebt. Viel Rückendeckung. Da freue ich mich drüber“.

Westerwelle wollte Vertrauensfrage stellen

Nach Erkenntnissen der Nachrichtenagentur „dpa“ wollte Westerwelle am gestrigen Tag eine Vertrauensfrage stellen.

In einem vertraulichen Telefonat soll Rösler dann mitgeteilt haben, dass ein derartiger Stimmungstest schädlich für die Partei sei.

Zwischenzeitlich wird auch von Seiten der Wissenschaft kein gutes Haar an dem Außenminister gelassen.

Politologe Hacke: Unsensibel und borniert

Der Politologe Christian Hacke, Professor für Politikwissenschaft und ehemaliger Berater von Ex-Außenminister Genscher fordert den Rücktritt von Guido Westerwelle.

Hacke bezeichnete Westerwelle als den borniertesten Außenminister seit Hitlers ehemaligen Außenminister Ribbentrop. Wobei Hacke Wert darauf legt, dass er Westerwelle nicht mit Ribbentrop selbst verglichen sehen will.

Nach Aussagen von Hacke, zuletzt im gestrigen ARD-Nachtmagazin wiederholt, sei Westerwelle nur noch peinlich und schade dem Ansehen Deutschlands in der Welt. Westerwelle sei, so Hacke weiter, unsensibel, könne nicht zuhören und erhebe sich über alles – alles Eigenschaften, die ein Außenminister gerade nicht haben darf.

Vielleicht sollte Professor Hacke jedoch einmal Kollegen aus der Fakultät für Psychologie um Rat fragen. Wer Westerwelles Biographie kennt, der weiß auch, dass es sich bei Westerwelles Gehabe um das Überspielen von Unsicherheit und minderem Selbstbewusstsein handelt, so jedenfalls deuten Psychologen das Verhalten des Außenministers.


Grafik Guido Westerwelle (c) Liberale

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