Pola Kinski Buch „Kindermund“: Klaus Kinski des Missbrauchs angeklagt

Stephan Frey
Stephan Frey
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Pola Kinski Buch „Kindermund“: Nastassja Kinski nennt Halbschwester „Heldin“ – Pola Kinski (60), die älteste Tochter des für seine wirren Ausraster bekannten Schauspielers Klaus Kinski, bezichtigt den im Jahr 1991 verstorbenen Vater sie missbraucht zu haben.

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So berichtet Pola Kinski, dass ihr Vater im Zusammenhang mit dem von ihr geschilderten kindlichen Missbrauch gesagt habe, dass dies völlig natürlich sei.

Klaus Kinski: Zahlreiche Skandale

Klaus Kinski, der als Genie der Schauspielkunst galt, war ein exzentrischer Mensch, der zugleich als cholerisch und durch und durch egoistisch beschrieben wird.

Er galt als schwierig und häufte im Laufe seines Lebens zahlreiche Skandalgeschichten an. Pola Kinski beschuldigt nunmehr ihren Vater, sie in der Zeit vom fünften bis zum 19. Lebensjahr regelmäßig missbraucht zu haben.

Fragwürdiger Zeitpunkt der Veröffentlichung

Zudem soll er seine Tochter vergewaltigt und geschlagen haben, sie andererseits aber auch mit Geschenken zufrieden gestimmt haben.

Auch seine zweite Tochter Nastassja Kinski (51), beschreibt, dass ihr Vater Menschen dauernd nur verletzt habe.

So tragisch der geschilderte Missbrauch hinsichtlich der möglichen Tragweite für das weitere Leben von Pola Kinski gewesen sein mag, so seltsam mutet es jedoch an, dass die älteste Tochter erst jetzt damit an die Öffentlichkeit geht.

Bei genauerer Betrachtung offenbart sich jedoch der vermeintliche Grund hierfür. So hat Pola Kinski ein Buch mit dem Titel “Kindermund“ geschrieben, das im Insel Verlag erschienen ist. Auch zu Lebzeiten des Vaters war die Tochter durchaus in der Lage diese Vorwürfe öffentlich zu erheben.

Kinski sprach selbst von Inzest

Umso fragwürdiger ist es, warum sie dies damals nicht getan hat. Dies gilt umso mehr, als dass Klaus Kinski selbst in seinen Memoiren von inzestuösen Handlungen gesprochen hatte.

Unabhängig von dem Wahrheitsgehalt der Vorwürfe lässt sich der Zusammenhang mit der Promotion des Buches offenbar nicht leugnen.

Unermessliches Leid von außen nicht zu beurteilen

Trotz der fragwürdigen Art der Veröffentlichung der Missbrauchsvorwürfe gegen Klaus Kinski darf das möglicherweise gegenüber Pola Kinski verursachte Leid nicht verharmlost werden.

Insofern kann die späte Veröffentlichung der Missbrauchsvorwürfe auch als posthume Demontage eines möglicherweise in Wahrheit geisteskranken Genies bezeichnet werden.

Deshalb lässt sich in diesem Fall der Vorwurf den Missbrauch als Aufhänger für die bloße Promotion eines Buches zu bezeichnen, nicht aufrechterhalten.

Niemand weiß, was in der Seele von Pola Kinski in all den Jahren vorging. Insofern lässt sich das Niederschreiben der Erlebnisse in einem Buch auch als Versuch der Selbsttherapie bezeichnen.

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