Orkan „Xaver“: Sturm trifft aktuell Bahn und Flughafen Hamburg

Stephan Frey
Stephan Frey
4 min Lesezeit

Orkan Xaver: Aktuell erneutes Unwetter und Hochwasser in Hamburg erwartet, Sturm führt am 6.12.2013 zu Ausfällen bei Bahn und am Flughafen – Der Orkan Xaver hat fast anderthalb Tage über Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gewütet.

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Trotz der Dauer des Organs blieben die Schäden hinter den Befürchtungen zurück.

Hamburger Fischmarkt stand unter Wasser

In der Nacht zu Freitag fegte der Sturm immer noch mit bis zu 148 km/h über den Norden Deutschlands hinweg. Hamburg bereitete sich in den frühen Morgenstunden auf eine sehr schwere Sturmflut vor. Das Wasser kletterte auf 6,09 Meter über dem Mittleren Hochwasser. Dann fielen die Wasserstände jedoch wieder.

Die Behörden in Hamburg hatten den ganzen Donnerstagabend hindurch mit Lautsprecherdurchsagen die Anwohner der tief liegenden Gebiete entlang des Hafens und der Elbe aufgefordert, die Region zu verlassen.

Der Hamburger Fischmarkt stand teilweise mannshoch unter Wasser. Die Schäden hielten sich jedoch im Rahmen, da die Stadt Hamburg seit Jahren horrende Beträge in den Hochwasserschutz investiert hat.

Halligen und Inseln von Außenwelt abgeschnitten

Auch die Halligen in der Nordsee konnten dem Hochwasser trotzen. Über die Halligen Langeneß und Hooge wütete „aver“ mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 133 km/h.

Die Warften mit den darauf stehenden Häusern standen am frühen Morgen nur noch knapp über dem Wasserpegel. Im Nahverkehr im Norden kam es den gesamten Donnerstag und auch am frühen Freitag zu zahlreichen Behinderungen.

Schulfrei am Freitag: Ämter und Uni Kiel geschlossen

Sowohl die Bahn- wie auch die Busverbindungen waren teilweise durch blockierte Strecken nicht befahrbar. Der Flughafen Hamburg vermeldete bis zur aktuellen Stunde zahlreiche Flugausfälle.

In den nördlichen Bundesländern Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern gab es am Freitag, dem 6.12.2013 Schulfrei beziehungsweise Schulausfall. Auch zahlreiche Ämter hatten geschlossen. So schloss die Stadtverwaltung in Kiel beispielsweise am Freitag komplett das Rathaus.

Durch sturmbedingte und glättebedingte Unfälle kam es ebenfalls zu zahlreichen Einsätzen von Polizei und Feuerwehr. Viele Dächer wurden abgedeckt. In Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern) begrub ein abgerissenes Supermarktdach acht Autos unter sich. Der Hamburger Flughafen war am Donnerstag und auch am frühen Freitag nahezu Flugfrei.

Die Inseln an der Nordseeküste waren durch die nicht mehr zu befahrenden Fährstrecken von der Außenwelt abgeschnitten. Zwischenzeitlich sind die Inseln Föhr und Amrum durch Fährverbindungen aber wieder erreichbar. In Kiel hat die Christian-Albrechts-Universität die Mitarbeiter und Studenten am Donnerstag nach Hause geschickt.

Kiel: Auto auf Gegenfahrbahn geschleudert

Am Kieler Leuchtturm wurden dabei Windgeschwindigkeiten von 144 km/h gemessen. In der Landeshauptstadt Kiel wurde zudem ein Auto auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Der Unfall ging jedoch für die Beteiligten glimpflich aus.

Zudem kam es in Kiel sowie insbesondere an der Westküste Schleswig-Holsteins zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehr und der Polizei. Nach dem Sturm kommt nun der Schnee.

Harz von Schneefall betroffen

Insbesondere die Harz-Region wurde hiervon bereits am Donnerstag hart getroffen. Dort war nicht so sehr der Sturm das Problem, sondern der von „Xaver“ mitgebrachte Schnee.

Teilweise lag bis zu 40 Zentimeter weiße Pracht. Auch am heutigen Freitag bleibt es im Norden Deutschlands noch sehr stürmisch.

Allerdings entspannt sich die Lage allmählich. Insbesondere die Stadt Hamburg dürfte hinsichtlich der Hochwassergefahr aufatmen. Gleiches gilt für die Inseln in der Nordsee.

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Grafik zum Artikel: Unwetter Deutschland / Orkan / Sturm „Xaver“ (c) cc/kl

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