Muammar al Gaddafi: Kämpfen oder Sterben

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Muammar-Gaddafi tot

Obwohl die Rebellen weite Teile Libyens und der Hauptstadt Tripolis unter ihre Kontrolle gebracht haben, will der bisherige Machthaber Muammar al Gaddafi nicht aufgeben.

Muammar-al-Gaddafi
In der Nacht zu Mittwoch wendete er sich mit einer Radiobotschaft an sein Volk. Er drohte darin den Aufständischen mit erbittertem Widerstand.

Muammar al Gaddafi: Strategisches Manöver

Er werde kämpfen bis zum Sieg oder aber sterben. Seinen Rückzug aus der Residenz in Tripolis bezeichnete Gaddafi als „taktisches Manöver“. Die Rede wurde unter anderem im Fernsehsender Al Oruba übertragen.

Ebenfalls von einem kontrollierten und damit taktischen Rückzug sprach Gaddafis Regierungssprecher Mussa Ibrahim. Die Residenz habe weder einem strategischen, noch einem militärischen Zweck gedient und sei daher für die Regierungstruppen entbehrlich, so der Regierungssprecher.

Libyen: Jahrelanger Bürgerkrieg droht

Gleichzeitig drohte Mussa Ibrahim den Rebellen mit einem jahrelangen Bürgerkrieg, wenn die Rebellen nicht aus Tripolis abziehen würden. Die Regierungstruppen würden Libyen notfalls in einen „brennenden Vulkan“ verwandeln, so Ibrahim weiter.

Etwa 6500 freiwillige Gaddafi-Anhänger seien in der Nacht zu Mittwoch nach Tripolis vorgerückt und Tausende würden vor den Toren der Stadt auf ihren Einsatz im Kampf gegen die Rebellen warten, so der Regierungssprecher ergänzend.

Dass Gaddafi seine Drohungen durchaus ernst meinen könnte, bestätigte eine BBC-Korrespondentin. Diese berichtete davon, dass in der Nacht erneut heftige Kämpfe zwischen Aufständischen und Gaddafi-Anhängern in Tripolis tobten.

Derweil rätselt die Welt weiter über den derzeitigen Aufenthaltsort des Muammar al Gaddafi.


Grafik Muammar al Gaddafi (c) brq

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