Mitt Romney: Video-Mitschnitt der Peinlichkeit – Ein Kandidat zum Abgewöhnen

Stephan Frey
Stephan Frey
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Das Mitt Romney-Video und die Folgen: Mitt Romney, US-Präsidentschaftskandidat der Republikaner, hat die Wähler Obamas in einem Video-Mitschnitt als Opfer beschimpft.

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Man mag zu Deutschlands Politikern von Regierung und Opposition stehen, wie man will, aber es ist nicht vorstellbar, dass eine Gruppe (entweder Regierung oder Opposition) 47 Prozent der Bevölkerung verunglimpft und offen zugeben würde, dass wenn man die Wahl gewinnen würde, diese Gruppe hinsichtlich der politischen Handlungen vernachlässigen würde.

Video offenbart abschätzende Sichtweise über Obama-Wähler

Genau dieses ist jedoch im US-amerikanischen Präsidentschafts- wahlkampf geschehen.

Denn nun hat Mitt Romney, seineszeichens US-Präsidentschafts- kandidat für die US-Wahlen 2012, die Wähler Obamas in einem Video-Mitschnitt als Opfer beschimpft.

Das Video wurde bereits am 17. Mai bei einem Spendendinner in Boca Raton (Florida) aufgenommen. Veröffentlicht wurde der Mitschnitt nun von dem Online-Magazin „Mother Jones“.

Die Demokraten indes reagierten umgehend nach Bekanntwerden des Videos und stellten durch Jim Messina, dem Wahlkampfleiter der Demokraten, klar:

„Es ist schockierend, dass ein Kandidat für die US-Präsidentschaft hinter verschlossenen Türen vor einer Gruppe reicher Spender verkündet, dass die Hälfte der Amerikaner sich als Opfer betrachten, auf Almosen angewiesen sind und unwillig sind, persönliche Verantwortung zu übernehmen“.

Redete Romney sich um Kopf und Kragen?

Mitt Romney indes könnte sich nun endgültig um Kopf und Kragen geredet haben. Bereits bei seinen Wahlkampfauftritten in Polen und Großbritannien redete Romney sich um Kopf und Kragen.

Bei den Briten beklagte er die Vorbereitung zu den Olympischen Spielen (die Briten wurden letztlich für die Spiele weltweit hoch gelobt!). Immer wieder stolpert Romney mit unüberlegten Aussagen in Richtung neues Umfragetief.

Mitt Romney: Barack Obama bester Wahlkampfhelfer

Lagen Obama und Romney noch vor Wochen Kopf an Kopf, führt Präsident Obama zwischenzeitlich mit bis zu sechs Prozent Vorsprung. Der jüngste Vorfall rund um das Mitt Romney-Video dürfte den Vorsprung noch weiter anwachsen lassen.

Es scheint, als habe Obama in Romney seinen besten Wahlkampfhelfer gefunden. Das Verhalten Romneys offenbart indes die Sichtweise republikanischer Kandidaten.

Aufgewachsen in Reichtum, unfähig die Realitäten des größten Teils der Bevölkerung zu erkennen, wollen diese eine Klientelpolitik praktizieren, die die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderdriften lässt.

Während Obama eine Vergangenheit als Sozialarbeiter aufweisen kann und insofern auch die einfache Bevölkerung erlebt hat, wurde Romney von Beginn seines Lebens an ferngehalten von Elend und Armut.

Letztlich lebt Romney in einer eigenen Welt, in der Welt des Glamours und Reichtums. Fraglich bleibt, ob der Glamour auch noch am Wahltag anhalten wird.

Weitere News: Obama und Medwedew: Mikrofon-Panne Ausdruck der Menschlichkeit?


Bsp. Grafik zum Artikel: Mitt Romney-Video vs. Barack Obama (c) jr

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