MDR Dokumentation: Make Love – Oswalt Kolle 2.0

Stephan Frey
Stephan Frey
3 min Lesezeit

MDR Doku: „Make Love“ als Oswalt Kolle 2.0 – Sex sells. So ist es heutzutage. Dies scheinen auch die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten MDR und SWR gedacht zu haben und legten mit “Make Love“ eine durchaus sehenswerte Sex-Doku-Reihe auf.

MDR Doku Make Love

Die ARD-Dokumentation Serie “Make Love“, wurde vom MDR und SWR produziert.

Make Love: Was ist guter Sex?

Im Gegensatz zu Sex-Dokumentationen der Privatsender will die MDR-Dokumentation „Make Love“ in lockerer, aber dennoch ernst gemeinter Absicht Fragen zur Sexualität beantworten helfen.

Dabei treten nicht Fragestellungen in den Vordergrund wie sie zur Zeit der beginnenden Aufklärung in den 1960er Jahren im Vordergrund standen.

Fragen zur Pille oder zur Verhütung treten dabei eher in den Hintergrund (diese sind bei der Bravo-Generation und dem Internetzeitalter wohl als allgemein bekannt vorauszusetzen). Stattdessen werden in der MDR Doku „Make Love“ Fragestellungen wie “Was ist guter Sex?“, beantwortet.

Die Autoren der Dokumentation stellten diese Frage unter anderem Passanten in einer belebten Straße. Zudem wurden zufällig ausgewählte Bauarbeiter zu diesem Thema befragt.

Statt nackte Tatsachen, gute Tipps

Auch ein junges Paar, bei dem sexuell nicht mehr so viel Aktivität vorhanden ist wie zu früheren Zeiten, wird zu dem Thema in der ersten Sendung, die am Sonntag lief, befragt.

Die MDR-Doku „Make Love“ wird von Ann-Marlene Henning moderiert. Durch ihre lockere Art wird das Thema Sexualität beschwingt thematisiert, aber nicht lächerlich gemacht.

Im Gegensatz zu den privaten Fernsehsendern erfolgt die Thematisierung auf seriöse Art und Weise ohne unbedingt “nackte Tatsachen“ im Sinne von vollbusigen Silikonbrüsten oder Sex-Cam-begeisterten Paaren zu präsentieren.

Make Love als Appetithäppchen fürs eigene Schlafzimmer?

Ein wenig erinnert „Make Love“ jedoch an die ersten Gehversuche der sexuellen Aufklärung der frühen 60’er Jahre. Insofern kann die Dokumentation durchaus als “Oswalt Kolle 2.0“ bezeichnet werden.

Dennoch dürfte auch trotz der vernetzten Welt und der Möglichkeit, sich nahezu jede Information aus dem Netz zu holen, der ein oder andere praktische Tipp für eine zufriedene und glückliche Sexualität bei “Make Love“ zu finden sein.

Insofern könnte die MDR Doku-Serie „Make Love“ durchaus auch als Appetithäppchen für das eigene sexuelle Erleben betrachtet werden.

Auch die heutzutage völlig normale Offenheit im Umgang mit der Sexualität unterscheidet die Zeit eines Oswalt Kolle von der heutigen Situation.

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Bsp. Grafik zum Artikel: MDR Doku / Make Love (c) cc/Richard Foster

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