König Albert II. von Belgien: Abdankung zugunsten Nachfolger Philippe

Stephan Frey
Stephan Frey
3 min Lesezeit

König Albert II. von Belgien: Abdankung zugunsten Nachfolger Philippe – König Albert II. von Belgien hat nach 20 Jahren auf dem belgischen Thron abgedankt.

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Der 79-jährige unterzeichnete im Königspalast in Brüssel die Abdankung vor rund 200 Gästen.

Thronfolge an Sohn Philippe weitergereicht

Er reichte die Thronfolge an seinen Sohn Philippe weiter. Diesem sprach er “sein ganzes Vertrauen“ aus.

Zuvor hielt Albert II. eine letzte Rede, die live im belgischen Fernsehen übertragen wurde. Zudem wandte sich Albert II. auch in der Rede an seine Frau Paola.

Keine ausländischen Gäste geladen

Dieser dankte er für ihre stete Unterstützung. Die so angesprochene Paola reagierte gerührt und wischte sich die Tränen aus den Augen. Der neue König Philippe legte bereits am Sonntagmittag vor dem belgischen Parlament seinen Amtseid in Französisch, Flämisch und in Deutsch ab.

Anders als bei anderen Thronfolgezeremonien sind in Belgien keine ausländischen Gäste geladen. Der bisherige König Albert II. hatte seinen Rücktritt einerseits mit seinem hohen Alter und andererseits mit seinem schlechten Gesundheitszustand begründet.

Zuvor verabschiedete sich der scheidende König von seinem Volk. Dabei rief eine jubelnde Menschenmenge „Merci Albert“. Zuvor verabschiedete sich der scheidende König in einer Rede angesichts des belgischen Nationalfeiertags.

Albert II. warnt in seiner letzten Rede vor Spaltung des Landes

Dabei ermahnte er seine Landsleute, keine Spaltung Belgiens zuzulassen. Seit längerem gibt es Bestrebungen der flämischen und zum Teil auch wallonischen Nationalisten sich aus dem Königreich herauszulösen und einen eigenen Staat zu gründen.

Während der niederländisch sprechende Norden eher wohlhabend ist, ist der wallonische Süden eher als arm und mit zahlreichen sozialen Problem behaftet, zu bezeichnen.

Belgische Könige als Wegbereiter Europas

Die Auseinandersetzung zwischen dem armen Süden und dem reichen Norden Belgiens gipfelte 541 Tage ohne eine gewählte Regierung. In dieser Zeit kam dem scheidenden König eine wichtige Bedeutung als Mittler zwischen den einzelnen Landesteilen zu.

Im Jahr 1831 wurde Belgien zu einer parlamentarischen Monarchie ausgerufen. Zuvor gehörte das Land mal zu Frankreich und mal zu den Niederlanden. Daneben gibt es noch ein kleines Gebiet um Eupen/Malmedy, in dem Deutsch gesprochen wird.

Belgien galt innerhalb Europas jahrzehntelang als so etwas wie das Musterbeispiel eines föderalen Staatsgebildes. Der scheidende König Albert II. hat sich nicht nur in den Augen seiner eigenen Landsleute verdient gemacht, sondern auch im Sinne der europäischen Einigung.

Es bleibt seinem Sohn, Philippe, für die anstehenden Aufgaben als zukünftiger König Belgiens eine glückliche Hand zu wünschen und dem bisherigen König Albert II. einen zufriedenen Ruhestand und Gesundheit.

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Bsp. Grafik: König Albert II. von Belgien Abdankung / Nachfolger Philippe (c) cc/europeancouncil

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