Klausurtagung: Oskar Lafontaine mahnt Linke zur Einigkeit

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Auf der Klausurtagung der Bundestagsfraktion der Linkspartei haben deren Vorsitzende Klaus Ernst und Gesine Lötzsch und ihr Vorgänger Oskar Lafontaine die Partei zur Einigkeit aufgerufen.

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Oskar Lafontaine sagte auf der Klausurtagung in Rostock, dass zerstrittene Parteien in der Regel keine Wahlerfolge einfahren würden.

Gysi: Diskussionen beenden

Auch der Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi drängte die Partei dazu, die „Selbstbeschäftigung“ und Diskussionen über „uralte“ Themen zu beenden.

Zuletzt ist die Linkspartei ins Gerede gekommen, weil zum Jahrestag des Mauerbaus einige Stimmen in der Partei die Mauer als „historisch Notwendigkeit“ bezeichnet hatten.

Ebenfalls negativ in der Öffentlichkeit aufgenommen wurde die Debatte zum Glückwunschschreiben der Parteiführung an den ehemaligen kubanischen Staatschef Fidel Castro.

In aktuellen Umfragen liegt die Linkspartei bei 7 bis 8 Prozent. Bei der letzten Bundestagswahl erreichte die Partei noch ein Ergebnis von 11,9 Prozent.

Lafontaine wütend

Lafontaine reagierte wütend und prangerte an, dass inhaltliche Äußerungen in der Öffentlichkeit nicht mehr wahrgenommen würden, da die anderen Themen diese überlagern würden.

Im Hinblick auf die aktuell vorherrschende EU-Finanzkrise sagte Lafontaine, dass diese eine „ideale Situation“ sei, um die Positionen der Partei der Bevölkerung näher zu bringen.

Die Klausurtagung verlief ohne Streit, was von Teilnehmern als großer Erfolg dargestellt wurde. Insbesondere Teilnehmer aus Berlin und Mecklenburg-Vorpommern erfreute dies, denn dort wird im September jeweils ein neues Landesparlament gewählt.

Journalisten: Wichtige Korrektivfunktion

Zwischenzeitlich gestehen selbst kritische Kommentatoren der Linken eine wichtige Korrektivfunktion in der deutschen Parteienlandschaft zu.

Viele soziale Themen wurden von der Linkspartei angestoßen und dann von anderen Parteien aufgenommen, so die Mehrzahl der Journalisten.

Dennoch sehen viele Kommentatoren die Gefahr das „Ewig-Gestrige“ innerhalb der Partei diese langfristig aus dem Parlament drängen könnten.


Grafik Oskar Lafontaine, Die Linke (c) GU

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