Israel Gaza-Konflikt: Westerwelle heute vor Ort, Eskalation droht

Stephan Frey
Stephan Frey
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Israel-Gaza-Konflikt droht aktuell zu eskalieren, Westerwelle noch heute in Tel Aviv – Im Gaza-Konflikt zwischen Palästina und Israel kam es am Wochenende zu Bemühungen unterschiedlichster Länder die Auseinandersetzungen beizulegen.

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Derweil stieg die Zahl der durch gegenseitige Luftangriffe getöteten Menschen weiter.

Bereits zum zweiten Mal Luftalarm in Tel Aviv

Allein 69 Menschen starben auf palästinensischer Seite. Die Hälfte davon sind nach Ansicht des Hamas-Gesundheitsministeriums Zivilisten. Auf israelischer Seite starben bis zum Sonntagabend drei Menschen.

Zwischenzeitlich wurde zum zweiten Mal in Tel Aviv Luftalarm ausgelöst. Die israelische Armee bombardierte auch am Wochenende weiterhin Ziele im Gazastreifen.

Außenminister Westerwelle reist heute nach Israel

Neben dem US-Präsidenten Barack Obama will nun auch Außenminister Guido Westerwelle (FDP) noch heute nach Israel reisen, um vermittelnd auf beide Streitparteien einzuwirken. Zwischenzeitlich steigt die Sorge vor einer israelischen Bodenoffensive weiter an.

Kritiker werfen derweil dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor, die anstehenden Wahlen für seine Zwecke zu missbrauchen.

Bis zum Wochenende wurden derweil 75.000 israelische Reservisten über einen eventuell bevorstehenden Einberufungsbefehl informiert.

Außen- und Verteidigungsminister der EU kommen in Brüssel zusammen

Vor einer Waffenruhe forderte der israelische Ministerpräsident die Hamas auf, ihre Raketenangriffe auf israelisches Territorium umgehend einzustellen.

Derweil warnte auch der deutsche Außenminister Guido Westerwelle vor einer weiteren Eskalation der Gewalt. Westerwelle forderte die arabischen Länder auf ihren Einfluss auf die Hamas geltend zu machen.

Auch die Verteidigungs- und Außenminister der Europäischen Union wollen am heutigen Montag in Brüssel zusammenkommen, um über den Konflikt zu sprechen. Der US-amerikanische Präsident Barack Obama betont derweil das Recht Israels auf Selbstverteidigung.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): „Israelische Bevölkerung muss geschützt werden“

Ein hochrangiger Sicherheitsberater des US-Präsidenten sagte zuvor, dass die israelische Regierung die Entscheidung über eine bevorstehende Bodenoffensive selber in der Hand hätte.

Experten sehen dies als Blankoscheck der USA an, den Gazastreifen durch Israel angreifen zu lassen.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekräftigte in einem Telefonat mit Ministerpräsident Netanjahu, dass die israelische Bevölkerung vor Angriffen der Hamas geschützt werden müsse.

Kampf David gegen Goliath

Auch wenn die radikal-islamische Hamas die israelische Regierung durch ihre Angriffe provoziert, so offenbart das israelische Vorgehen jedoch, dass es sich hierbei um einen Kampf zwischen David und Goliath handelt.

Bei Israel handelt es sich um eine Atommacht, während die palästinensische Hamas nur mit einfachen Waffen ausgerüstet ist.

Zudem verfügt Israel über ein Raketenabwehrsystem, welches bereits einen Großteil der Raketen der Hamas abgefangen hat.

Ohne dass aggressive Verhalten der Hamas in Abrede stellen zu wollen, scheint es jedoch so zu sein, dass die israelische Regierung ihre militärische Stärke über Gebühr einsetzt, ohne über etwaige zivile Opfer auf palästinensischer Seite nachzudenken.

Radikal-islamische Hamas Urheber des Konflikts

Denn nicht zuletzt leidet die einfache Bevölkerung unter dem Dauerbeschuss am meisten. Zudem sorgt das Verhalten der israelischen Regierung für eine weitere Radikalisierung auf palästinensischer Seite.

Ungeachtet dessen ist jedoch nicht zu vergessen, dass die radikal-islamische Hamas der Urheber des Konfliktes ist.

Insofern hätte Israel auch die Raketen aus dem Gaza-Streifen Mittel Raketenabwehrsystem abfangen können, ohne selbst Raketen auf das palästinensische Gebiet zu schießen. Dadurch hätte Israel seinen Willen zum Frieden untermauert und wäre moralisch aus dem Konflikt gestärkt hervorgegangen.

Entwickelt sich Israel immer mehr zum Aggressor des Konflikts?

So vergibt Israel jedoch die Chance als Opfer in der öffentlichen Meinung gesehen zu werden und entwickelt sich langsam aber sicher zum Aggressor des Konflikts. Die israelische Bevölkerung indes möchte ebenso wie die palästinensische Seite in Frieden und Ruhe leben.

Insofern sind es wieder einmal Politiker, die über das Schicksal einfacher Bürger entscheiden und wenn es das Leben derselben kostet. Dies gilt für beide Seiten, sowohl die israelische als auch die palästinensische.

Gerade weil Deutschland am jüdischen Volk unvorstellbare Verbrechen begangen hat, die niemals zu rechtfertigen oder wiedergutzumachen sind, muss das neue Deutschland dafür sorgen, dass Frieden in der Welt herrscht.

Sowohl palästinensische als auch israelische Bevölkerung wünscht sich nur eines: „Frieden“!

Dies gilt umso mehr für das israelische Volk, aber auch für palästinensische Bevölkerung. Israels Recht auf einen eigenen Staat ist ebenso wenig in Abrede zu stellen, wie das Recht der Palästinenser auf einen Staat ihrerseits.

Deshalb ist es auch eine Verpflichtung Deutschlands, in dem Konflikt nicht tatenlos zuzusehen, sondern beide Seiten zum Frieden zu ermahnen, um daraufhin wirken zu können, dass es zu einem dauerhaften Frieden zwischen Israelis und Palästinensern kommt.

Die meisten Israelis wünschen sich derweil ebenso wie die Palästinenser nur eines: „Shalom“.

Weitere News: Israel-Gaza-Konflikt: Waffenruhe heute nach Stunden gebrochen!


Bsp. Grafik: Israel-Gaza-Konflikt / Palästina / News (c) afe

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2 Kommentare
  • 29. November 1947 Die UNO-Vollversammlung beschließt mit 33 zu 13 Stimmen bei 10 Enthaltungen (Res. 181), dass die 609.000 Juden Palästinas, 30,6 % der Bevölkerung, 55 % des Bodens erhalten, wohingegen den 1,38 Millionen Arabern Palästinas, 69,4 % der Bevölkerung, 42 % des Landes zugesprochen wird (siehe UN-Teilungsplan für Palästina). Die arabischen Staaten, die Arabische Liga und das palästinensische „Hohe Arabische Komitee“ lehnen die Res. 181 ab !

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