Irak News: ISIS-Konflikt: Die Performance der Ökonomen

Stephan Frey
Stephan Frey
3 min Lesezeit

ISIS im Irak News: Syrische Luftwaffe bombardiert aktuell Isis-Kämpfer im Irak, Performance der Ökonomen im Visier – Die terroristische Gewalt im Irak-Konflikt nimmt immer größere Ausmaße an.

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Die islamistische Terrorgruppe Isis verbreitet in dem arabischen Land Angst und Schrecken.

Maliki lehnt Einheistregierung und Rücktritt ab

Zahlreiche Städte und Ortschaften wurden bereits durch Kämpfer der Islamisten eingenommen. Während die Regierung des Irak die USA um Hilfe bittet, versuchen diese sich galant aus ihrer Verantwortung zu stehlen.

Gleichzeitig will der irakische Ministerpräsident Nuri-al-Maliki keine Einheitsregierung aus Schiiten und Sunniten sowie Kurden dulden.

Seiner Meinung nach stelle eine “Regierung der nationalen Rettung“ einen Angriff gegen die geltende Verfassung dar. Ein Rücktritt lehnte der irakische Ministerpräsident ebenfalls ab.

Iran versetzt Truppen in Alarmbereitschaft

Derweil hat das Nachbarland Iran seine Truppen an der Grenze zum Irak verstärkt und in Alarmbereitschaft versetzt.

Obwohl der Iran eigentlich als “Todfeind“ der USA gilt, haben sich die beiden Länder in den letzten Tagen und Wochen angesichts des gemeinsamen Gegners (gemeint ist die Isis) aufeinander zu bewegt.

Derweil droht der Irak zu zerfallen. Die USA indes versuchen sich nach Möglichkeit aus dem Konflikt so weit es geht herauszuhalten. Dabei haben die Vereinigten Staaten von Amerika letztendlich das Chaos mit verantwortet.

Ökonomen sorgen sich um Verbraucherstimmung

Durch die Bush-Administration wurde der Irak Krieg losgetreten und die heutige Situation quasi provoziert. Der Irak-Krieg hat den Nährboden dafür bereitet, dass Sunniten und Schiiten sich heute gegeneinander heftiger bekämpfen als es zu Zeiten Saddam Husseins jemals möglich gewesen wäre.

Während die politische Lage immer weiter eskaliert, scheinen die Börsen an der Wall Street und anderswo keine anderen Sorgen zu haben als die, dass durch die Eskalation der Irak-Krise die Verbraucherstimmung in Deutschland und anderswo einbrechen könnte.

Während im Irak und im benachbarten Syrien nahezu täglich Menschen sterben, zählt für Ökonomen offenbar nur (oder sollte man besser sagen eigentlich wie immer) die Performance und das menschliche Leid spielt keine Rolle.

Hätte der Irak kein Öl, sondern wäre ein ähnlich armes Land wie Somalia, dann wäre das Engagement vieler westlicher Staaten höchstwahrscheinlich noch weitaus geringer als jetzt. Solange aber der Irak Öl in seinem Inneren führt, hat es geopolitische eine hohe Bedeutung.

Die Menschen, die unter dem Terror und Krieg leiden indes spielen in der ökonomischen wie global-politischen Betrachtung keine Rolle.

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Bsp. Grafik zum Artikel: ISIS Irak 2014 / News aktuell (c) cc/bwjones

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