Inkontinenz Forschung: Bald ohne Hilfsmittel und Windeln?

Newscentral
Newscentral
2 min Lesezeit
Inkontinenz-Hilfsmittel-Windeln

Gilt Inkontinenz schon bald als besiegt? Viele ältere Menschen oder Menschen nach Operationen werden früher oder später inkontinent. Für die Betroffenen gibt es nun neue Hoffnung ihr weiteres Leben ohne Windelhosen und Inkontinenzunterlagen zu verbringen.
Inkontinenz-Hilfsmittel-Windeln
Amerikanischen Wissenschaftlern ist es gelungen, einen funktionsfähigen Schließmuskel in der Petrischale zu züchten. Ein Ring aus Muskelzellen und Nervenzellen wurde erfolgreich an Mäusen getestet und verhielt sich ähnlich wie das jeweilige Original.

Muskulatur gegen Inkontinenz: Präparierte Schale

Khalil Bitar vom Wake Forest Baptist Medical Center aus North Carolina sagte, dass diese Methode vielleicht einmal menschlichen Patienten helfen könne, ihre Kontinenz wiederzuerlangen.

Die Wissenschaftler züchteten den Ringmuskel, welcher aus glatter Muskulatur und Nervenzellen bestand in einer Kulturschale, deren Boden mit einem Netz aus Gerinnungsfasern bedeckt war. Die so präparierte Schale brachte dann letztlich die ringförmige Struktur aus Muskel-und Nervenzellen hervor.

Inkontinenz: Vollständiger Schließmuskelersatz?

Die Mediziner hoffen, insbesondere angesichts der physiologischen Struktur des neuen Muskel-Nervenrings in naher Zukunft einen vollständigen Ersatz für derzeit bestehende Verfahren, wie aufpumpbare Ringe oder mechanische Verschlüsse, gefunden zu haben.

Mäusen wurde der gezüchtete Zellring unter die Haut implantiert, zuvor war deren Immunsystem ausgeschaltet worden. Selbst nach einigen Wochen reagierte das implantierte Gewebe noch wie ein natürlicher Schließmuskel, so die Forscher.


Inkontinenz Forschung (c) Medical Center

Diese News teilen
Ihr Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert