Griechenland-Krise: Euro-Austritt möglich

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Griechenland-Krise-aktuell

Das krisengebeutelte Griechenland wird aktuell vorerst keine Mittel aus dem Hilfspaket mehr erhalten. Auch ein Austritt aus der Euro-Zone ist mittlerweile durchaus möglich.

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Dies machten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nikolas Sarkozy deutlich.

Griechenland: Geld erst bei erfolgter Volksabstimmung

Eine weitere Zahlung könne erst erfolgen, wenn Griechenland sich in dem anstehenden Volksentscheid für oder gegen den Verbleib in der Euro-Zone ausgesprochen habe.

Auch die IWF-Chefin Lagarde bestätigte diese Sichtweise. Derweil zeichnet sich eine erneute Dramaturgie in Athen ab.

Zwei Abgeordnete der Partei von Premier Papandreou wollen am morgigen Freitag bei der anstehenden Vertrauensfrage gegen ihren Chef stimmen.

Papandreou hätte damit keine Mehrheit mehr und es würde Neuwahlen gäben. Dabei könnte die Opposition gewinnen, die sich teilweise strikt gegen den Sparkurs der Regierung wendet.

Somit wird von den führenden europäischen Regierungschefs auch ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone für möglich gehalten, wenngleich Merkel und Sarkozy sich nochmals ausdrücklich bereit erklärten, Griechenland grundsätzlich helfen zu wollen.

Euro-Krise: Achterbahnfahrt an den Märkten geht weiter

An den Märkten sorgt die neuerliche Unruhe aus Griechenland indes für eine Achterbahnfahrt des Dax.

Nach anfänglichen Verlusten konnte der Dax gegen späten Vormittag mit rund 0,9 Prozent ins Plus rutschen.

Der Börsentag ist indes noch lang und die Neuigkeiten aus Griechenland dürften an diesem Tag noch zahlreich sein.

Deutsche Börse: Dax erholt sich nach Griechenland-Schock

Dies wird sich wohl auf die Kurse auswirken. Das griechische Volk fühlt sich indes von Europa regelrecht erpresst.

Ein erzwungenes „Ja“ klingt nicht wie ein Bekenntnis zu Europa. Ein erpresstes „Ja“ seitens Europa spricht dementsprechend nicht für Gemeinsinn im Sinne einer echten Solidarität im europäischen Sinne.

Einzelinteressen, allen voran Deutschlands und Frankreichs dürften daher auch weiterhin das Europa der Märkte bestimmen.


Grafik Griechenland Krise (c) ro

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