Giftgas in Syrien: UN-Inspektoren sollen Vorwürfen zu nachgehen

Stephan Frey
Stephan Frey
3 min Lesezeit

Syrien-Konflikt aktuell: Assad-Bruder möglicherweise für Giftgasanschlag verantwortlich, UN-Inspektoren sollen Vorwürfen zu Giftgas nachgehen – Die UN-Inspektoren sind in der syrischen Ortschaft Moadhamijat al-Scham eingetroffen.

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Sie sollen den Vorwürfen zu möglichen Giftgas-Angriffen des Assad-Regimes nachgehen.

Syrien: Angriff auf UN-Inspektoren

Zuvor wurden UN-Inspektoren jedoch von Heckenschützen beschossen. Das Team aus Experten der UN, ist in der Ortschaft südwestlich der syrischen Hauptstadt Damaskus eingetroffen. Dort sprachen die UN-Inspektoren mit Ärzten eines Krankenhauses, in denen Opfer des mutmaßlichen Giftgas-Angriffs eingeliefert wurden.

Ziel der Inspektoren ist es, herauszufinden, ob bei den Kämpfen der vergangenen Woche Giftgas zum Einsatz gekommen ist. Bei dem mutmaßlichen Giftgas-Angriff sollen über 1300 Personen getötet worden sein.

Derweil schossen Unbekannte mehrfach auf die Fahrzeuge der UN-Inspektoren. Dies bestätigte ein UN-Sprecher. Niemand der UN-Mitarbeiter wurde dabei verletzt.

Obama bezeichnete Einsatz von Chemiewaffen als Überschreiten  der “roten Linie“

Regimegegner teilten derweil mit, dass Milizen des Assad-Regimes das Feuer auf die UN-Fahrzeuge eröffnet hätten. Syrische Regierung und Rebellen beschuldigen sich gegenseitig Giftgas gegen die Bevölkerung eingesetzt zu haben.

Derweil diskutieren die USA, Frankreich und Großbritannien über mögliche militärische Maßnahmen gegen die syrische Regierung. Vor einem Jahr bezeichnete US-Präsident Barack Obama den Einsatz von Chemiewaffen als Überschreitung der “roten Linie“.

Allerdings zeigt sich, dass die USA offenbar nicht unbedingt ein großes Interesse daran haben, in den Konflikt mit eigenem Militär einzugreifen.

Im Gegenzug dazu drängt Großbritannien offenbar die USA und Frankreich zu einem Militäreinsatz. Treibende Kraft bei einer möglichen militärischen Intervention dürfte deshalb David Cameron sein.

Führende Militärs sollen US-Präsidenten vom Militäreinsatz gewarnt haben

Obama indes hält sich mit möglichen militärischen Konsequenzen seines Landes bedeckt. Unbestätigten Informationen zufolge sollen führende US-Militärs den Präsidenten vor einem Eingreifen in den syrischen Konflikt gewarnt haben.

Insbesondere die Tatsache, dass die USA und auch die übrigen westlichen Staaten kein Interesse daran haben dürften, dass Teile der Rebellen die Oberhand gewinnen dürften, die muslimischen Extremisten (Salafisten) nahestehen, dürfte das Zögern des US-Präsidenten in dieser Angelegenheit rechtfertigen.

Zudem stellt sich die Frage, ob durch ein militärisches Eingreifen der westlichen Mächte nicht auch das Verhältnis zu Russland weiter abkühlt und dadurch ein erneuter Kalter Krieg entsteht?

Insofern sollte ein militärisches Eingreifen mit allen Mitteln unterbleiben. Zudem stellt sich die Frage, ob die Zivilbevölkerung durch ein militärisches Eingreifen nicht noch mehr leidet als sie es jetzt schon tut.

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Bsp. Grafik: Giftgas in Syrien / Konflikt aktuell / Syrien News (c) cc/ Werner Faymann

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