Gen FoxO: Ewiges Leben nun möglich?

Stephan Frey
Stephan Frey
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Gen FoxO: Weicht Alterungsprozess der Unsterblichkeit? – Schon seit ewigen Zeiten sucht der Mensch den Jungbrunnen für das „Ewige Leben“.

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Auf etlichen Gemälden verschiedenster Zeitepochen sind Jungbrunnen dargestellt.

CAU Kiel: Wissenschaftler haben Langlebigkeitsgen entdeckt

Auf diesen Bildern sind vielfach Greise dargestellt, die in einen Brunnen besteigen und als Jünglinge demselben entsteigen.

Nun scheint der Traum vom ewigen Leben tatsächlich möglich zu sein. Wissenschaftler der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) haben den genetischen Code für das ewige Leben gelüftet.

Aber es gibt hierbei eine kleine Einschränkung. Der Schlüssel für das ewige Leben wurde vorerst lediglich bei dem Süßwasserpolypen Hydra entdeckt.

Wasserpolyp Hydra: Potenziell unsterblich

Die Nesseltierchen unterliegen grundsätzlich keinem Alterungsprozess und sind daher potenziell unsterblich.

Der sogenannte Transkriptionsfaktor Forkhead Box O (FoxO) stellt dabei offenbar den Schlüssel für das ewige Leben dar. Nun aber die gute Nachricht! Dieser Faktor ist auch beim Menschen vorhanden und als so genanntes Langlebigkeitsgen bereits bekannt.

Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin „Proceedings oft he National Academy of Sciences (PNAS)“ veröffentlicht.

Die Wissenschaftler haben hierbei an Stammzellen geforscht und sind insbesondere der Frage nachgegangen, wie die Funktion der Stammzellen dauerhaft aufrechterhalten werden kann.

Doktorandin forschte an Stammzellen

In diesem Zusammenhang gilt es zu bedenken, dass wenn die Stammzellen verloren gehen würden, sich die Hydra nicht mehr vermehren könnte. Die Doktorandin Anna-Marei Böhm Böhm ist in diesem Zusammenhang auf das FoxO-Gen geschlossen.

Bei Menschen verlieren die Stammzellen mit zunehmendem Alterungsprozess die Fähigkeit neue Zellen auszubilden. Im Alter findet somit eine immer schlechtere Regeneration statt.

Durch Versuche mit der Hydra und dem Ausschalten des Gens konnten die Wissenschaftler feststellen, dass sich die Hydra langsamer vermehrte, weil die Stammzellen abnahmen.

Mensch: komplexes biologisches Wesen

Zudem kam es zu einer Abschwächung des Immunsystems. Bei über 100-jährigen Menschen wurde bereits besonders aktives FoxO festgestellt.

Was die Forscher allerdings bei ihrer Betrachtungsweise zumindest berücksichtigen sollten, ist die Tatsache, dass der Mensch ein weitaus komplexeres biologisches Wesen ist, als es die Hydra darstellt.

Ob beim Menschen also dieses Gen wirklich die Rolle spielt, wie es bei der Hydra der Fall ist, muss noch weiter erforscht werden.

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Bsp. Grafik: Gen FoxO / Aktive Senioren (c) cc/insel_juist

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