Friedensnobelpreis an Frauenrechtlerinnen vergeben

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Ellen-Johnson-Sirleaf

Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an drei Frauenrechtler- innen aus Liberia und dem Jemen.

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Die liberianische Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf und die ebenfalls aus Liberia stammende Leymah Gbowee wurden ebenso mit dem Preis ausgezeichnet wie die aus dem Jemen stammende Tawakkul Karman.

Nobelpreiskomitee: Gewaltfreier Kampf für Frauenrechte

Das norwegische Nobelpreiskomitee begründete seine Entscheidung damit, dass die drei Frauen sich für den „gewaltfreien Kampf und für die Sicherheit von Frauen und für die Rechte von Frauen und für die volle Teilnahme an der friedensbildenden Arbeit“ eingesetzt hätten.

Der Preis für die beiden aus Liberia stammenden Preisträgerinnen sei an diese vergeben worden, weil sich die Preisträgerinnen maßgeblich daran beteiligt hätten, den 13-jährigen Bürgerkrieg in ihrem Land zu überwinden.

Johnson-Sirleaf: „Völlig überrascht und überwältigt“

Die liberianische Präsidentin Johnson-Sirleaf gab sich von der Preisverleihung sehr überrascht.

Sie sei „so überwältigt und aufgeregt, dass ihr die Worte fehlen würden“, so Johnson-Sirleaf in einer ersten Stellungnahme.

Vieles der Ehre würde der Mitpreisträgerin und vielen anderen liberianischen Frauen gebühren, so Johnson-Sirleaf weiter.

Die jeminitische Preisträgerin Karman widmete indes die Auszeichnung dem arabischen Aufbruch.

Karman: Ehre für alle Frauen, Araber und Muslime

Der Preis sei eine Ehre für alle Muslime, Araber und Frauen, sagte Karman in einer ersten Stellungnahme.

Das Nobelpreiskomitee hat mit seiner Entscheidung zugleich die eigene Frauenquote an Preisträgerinnen deutlich angehoben.

Glückwünsche erreichten die Preisträgerinnen aus aller Welt. Sowohl die EU, als auch die Bundesregierung schickten Glückwünsche, auch Amnesty International begrüßte die Entscheidung des Nobelpreiskomitees.


Grafik Ellen Johnson Sirleaf (c) WEF

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