Finanzkrise: Soros beschuldigt Bundeskanzlerin Merkel

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Der Hedgefonds-Gründer George Soros bezeichnete die Politik Angela Merkels und der Bundesregierung als verantwortlich für die derzeitige Finanzkrise.

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Es sei das Zögern der Bundesregierung, dass die Griechenlandkrise verstärkt habe, so Soros in einem Beitrag für das Handelsblatt. Soros bezeichnete es als Fehler nicht die Europäische Union, sondern jeweils die einzelnen Länder bürgen zu lassen.

Nur Deutschland sei in der Lage, durch seine wirtschaftliche Dynamik den europäischen Zerfall aufzuhalten, so Soros weiter.

Finanzkrise 2011: „Merkel zu langsam“

Die bisherige Politik Angela Merkels sei zu langsam, schreibt Soros in seinem Beitrag. Soros warnte zudem vor einer weiteren Herabstufung der französischen Kreditwürdigkeit. Der 80-jährige Hedge-Fonds-Manager forderte zudem die Einführung von Euro-Anleihen.

Die Bundesregierung lehnt dieses Finanzierungsmodell derzeit strikt ab. Die aktuelle Krisenstrategie und die Kreditvergabe an Griechenland und einem Rettungsschirm, der von einigen Ländern garantiert werde, sei wirtschaftlich untragbar, so Soros.

Die Kritik des Hedge-Fonds-Managers mag aus Sicht der Fondsmanager verständlich erscheinen, die derzeitige Politik der Bundesregierung wird zumindest parteiübergreifend als im Sinne des Staatsinteresses verstanden, ob hierbei die richtigen Mechanismen genutzt werden, mag dahingestellt sein, in jedem Fall zielt die Politik jeder Bundesregierung auf das gesamte Staatsinteresse und das Interesse der Europäischen Gemeinschaft.

George Soros: Lukrative Verdienstmöglichkeiten im Blick

Der Hedgefonds-Gründer Soros hingegen hat vor allem lukrative Verdienstmöglichkeiten im Blick.

Aus dem Blickwinkel von Soros erscheint die Kritik daher berechtigt, die Bundesregierung vertritt jedoch 82 Millionen Menschen und steht für die Europäische Union und deren Fortentwicklung, insofern gelten hier andere Maßstäbe als von Soros kritisiert.


George Soros (c) wee

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