FDP: Dirk Niebel diskreditiert Parteichef Philipp Rösler

Stephan Frey
Stephan Frey
3 min Lesezeit

Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) sägt offenbar am Stuhl von Parteichef Philipp Rösler.

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Niebel sagte gegenüber dem Nachrichtenmagazin “Focus“, dass es “nicht zwingend notwendig sei, dass der Vorsitzende seine Partei in den Wahlkampf führe.“

Dirk Niebel: „Noch offene Fragen“

Niebel sieht derweil zudem kein Ende der Personalquerelen in der FDP. Als Grund gab er “noch offene Fragen“ an.

Rund zwei Wochen vor dem traditionellen FDP-Dreikönigstreffen in Stuttgart geht das prominente Parteimitglied Dirk Niebel damit bereits zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit auf Distanz zu seinem Parteichef.

Bereits vor wenigen Wochen gab Niebel gegenüber diversen Pressemedien an, dass in der SPD ein Spitzenkandidat ebenfalls nicht zwingend Parteichef sein müsse.

Wörtlich sagte Niebel damals “gewöhnlich gilt aber ein Vorsitzender als potentieller Spitzenkandidat, es sei denn, es gibt gute Gründe, das anders zu entscheiden.“

Rainer Brüderle (FDP) offenbar loyal zu Rösler

Der FDP-Fraktionsvorsitzende im Deutschen Bundestag Rainer Brüderle, wird derweil immer wieder als potentieller Nachfolger von Rösler genannt.

Gegenüber der Wochenzeitung „Die Zeit“ sagte Brüderle, dass er Philipp Rösler als Vorsitzenden der FDP unterstütze und dies auch nach der Landtagswahl in Niedersachsen 20. Januar 2013 tun werde.

Aktuelle Umfragen sehen FDP nicht mehr im Bundestag

Den Umfragen zufolge würde die FDP aus dem niedersächsischen Landtag am 20. Januar herausgewählt. Auch einer aktuellen Forsa-Wahl Umfrage zufolge wäre die FDP im zukünftigen Bundestag nicht mehr vertreten.

Dirk Niebel scheint angesichts des drohenden Machtverlustes die Nerven zu verlieren und offenbart damit seinen wahren Charakter.

Dieser scheint offenbar eher von dem Gedanken an den Machterhalt denn durch Loyalität geprägt zu sein. Derweil sehen Experten die Probleme der FDP weniger in der Person von Philipp Rösler begründet, denn in der politischen Ausrichtung der Partei.

Durch die Konzentration auf den bloßen Wirtschaftsliberalismus entfernt sich die Partei zunehmend von der Mitte der Bevölkerung.

Insofern dürfte Philipp Rösler letztlich lediglich ein Bauernopfer darstellen, das den weiteren Verfall der Liberalen bei einem Fortbestehen des derzeitigen politischen Kurses nicht aufhalten dürfte.

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Bsp. Grafik: Philipp Rösler / FDP (c) cc/INSM

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