Europawahl: Aktuelle Hochrechnung und Wahlbeteiligung

Stephan Frey
Stephan Frey
3 min Lesezeit

Europawahl 2014: Hohe Wahlbeteiligung in Deutschland, Hochrechnung und Prognosen sehen konservative Parteien vorne – Bereits kurz vor Schließung der Wahllokale zur Europawahl 2014 zeichnete sich in Deutschland aktuell eine erfreulich hohe Wahlbeteiligung ab.

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Bis zum Mittag (14:00 Uhr) gaben 25,6 Prozent aller Wahlberechtigten ihre Stimme ab.

In Hamburg wählten bis Mittags besonders viele Menschen

Dies teilte der Bundeswahlleiter mit. 2009 betrug die Wahlbeteiligung zu diesem Zeitpunkt lediglich erst 20,2 Prozent. 2009 lag sie schließlich insgesamt bei nur 43,3 Prozent. Falls der Trends vom Vormittag anhält, ist mit einer Wahlbeteiligung von fast 50 Prozent zu rechnen.

Westfalen gaben nach Angaben der dortigen Landeswahlleiterin bis mittags um 12:00 Uhr 25 Prozent aller Wahlberechtigten bereits ihre Stimme ab. Westfalen um 12:00 Uhr lediglich 18 Prozent.

In Brandenburg gingen im Verhältnis zu 2009 besonders viele Menschen bis 14:00 Uhr wählen. 25, 2 Prozent betrug die Wahlbeteiligung. 2009 lag sie lediglich bei 13,5 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern betrug die Wahlbeteiligung heute Mittag bereits 26 Prozent. In Hamburg stieg der Anteil der Wähler gegenüber der letzten Europawahl besonders deutlich an.

Lag die Wahlbeteiligung 2009 um die Mittagszeit lediglich bei 20,8 Prozent, gingen 2014 bereits 32,1 Prozent aller Wahlberechtigten zur Wahl. In Hamburg finden zeitgleich, ebenso wie in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, Kommunalwahlen statt.

Möglicher Grund für hohe Wahlbeteiligung: Wegfall der Drei-Prozent-Hürde

Berlin verzeichnete ebenfalls einen Zuwachs an Wählern gegenüber der letzten Europawahl 2009. Bis mittags gaben 17,5 Prozent aller Wahlberechtigten ihre Stimme in der Bundeshauptstadt ab. 2009 betrug die Wählerquote zum selben Zeitpunkt lediglich 10,2 Prozent.

64 Million Menschen sind insgesamt in Deutschland zur Wahl des Europäischen Parlaments aufgerufen. Möglicherweise ist ein Grund für die höhere Wahlbeteiligung die Tatsache, dass durch den Wegfall der Drei-Prozent-Hürde erstmals auch kleine Parteien eine Chance auf den Einzug in das Parlament haben.

Dies mag wohl der heimliche Hauptgrund für die Zunahme der Wahlbeteiligung sein. Ein weiterer Grund könnte allerdings auch das fast in ganz Deutschland vorherrschende schöne Wetter sein. Besonders gespannt und mit großer Sorge blickt Europa auf das Abschneiden rechtspopulistischer Parteien. Die ersten Zahlen werden im Laufe des Abends veröffentlicht.

Europawahl 2014: ARD-Hochrechnung für Deutschland

CDU/CSU: 35,6 Prozent
SPD: 27,2 Prozent
Die Grünen: 10,9 Prozent
Linkspartei: 7,5 Prozent
FDP: 3,2 Prozent
AfD: 6,8 Prozent
Freie Wähler: 1,6 Prozent
Tierschutzpartei: 1,3 Prozent
Familienpartei: 0,7 Prozent
ÖDP: 0,7 Prozent
Piratenpartei: 1,3 Prozent

Weitere News: Europawahl 2014: Prognose bleibt spannend!



Bsp. Grafik: Europawahl 2014 / Wahlbeteiligung Deutschland / Umfrage Prognosen (c) cc/loop_oh

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