E.On: Goldman Sachs soll Ruhrgas verkaufen

Newscentral
Newscentral
2 min Lesezeit
e.On-Ruhrgas

E.On hat nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters Goldman Sachs mit dem Verkauf der E.On-Tochter Ruhrgas Open Grid Europe beauftragt.

e.On-Ruhrgas
Einer Schätzung zufolge könnte E.ON für seine Tocherfirma Ruhrgas rund zwei bis zweieinhalb Milliarden Euro verlangen.

Ruhrgas: Deutschlands größtes Ferngasnetz

Mit rund 12000 Kilometer Länge betreibt Ruhrgas das größte Ferngasnetz innerhalb Deutschlands.

Zu der Beauftragung von Goldman Sachs wollten weder der E.ON Konzern noch Goldman Sachs eine Stellungnahme abgeben. Ruhrgas Open Grid Europe ist in Essen, im Stadtteil Rüttenscheid, ansässig und beschäftigt bundesweit rund 1800 Mitarbeiter.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte dem Vernehmen nach bereits im August von den Verkaufsplänen erfahren.

Gewinneinbrüche wegen Gaslieferverträgen

Das Gasgeschäft leidet seit Längerem unter den langfristigen Gasverträgen und damit an nicht nachverhandelbaren Preisanpassungen, insbesondere mit der russischen Gazprom.

Der Gewinn, der Ruhrgas brach im ersten Halbjahr um insgesamt 900 Millionen Euro, auf „nur“ noch 578 Millionen Euro ein.

E.ON hüllt sich was die Gewinnkennzahlen der Ruhrgas betrifft, in Schweigen.

Goldman Sachs: Traditionsreiches Unternehmen mit deutschen Wurzeln

Goldman Sachs ist als weltweit agierendes Investment-Banking Haus, mit Stammsitz in New York insbesondere für Großunternehmen tätig.

Im letzten Jahr wurde die Investmentbank in Verbindung mit möglichen Wertpapierbetrügereien gebracht.

Aus diesem Grund hatte die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC im April 2010 eine Klage gegen Goldman Sachs eingereicht.

Das traditionsträchtige Unternehmen wurde im Jahr 1869 von dem deutschen Emigranten Marcus Goldman gegründet.


Grafik E.On (c) pd

Diese News teilen
Ihr Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert