Donald Trump und Türkei-Wirtschaft: Drohung per Tweet wegen Kurden in Syrien

Miriam Kuenast
Miriam Kuenast
3 min Lesezeit
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Donald Trump will türkische Wirtschaft zerstören: Drohung per Tweet wegen Kurden-Konflikt in Syrien – Nach der massiven Kritik am Rückzug der US-Truppen aus Nordsyrien hat US Präsident Trump der Türkei gedroht.

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„Wenn die Türkei irgendetwas unternimmt, was ich in meiner großartigen und unvergleichlichen Weisheit für tabu halte, werde ich die türkische Wirtschaft vollständig zerstören und auslöschen“.

Dies schrieb US-Präsident Donald Trump wortwörtlich auf Twitter. Die USA sollten aus lächerlichen und endlosen Kriegen aussteigen, hatte er zuvor schon ebenfalls auf Twitter verbreitet.

Mit dem Abzug ist der Weg frei für Erdogans Militäroffensive gegen die Kurden. Sie werden von der Türkei als Terrororganisation bezeichnet. Im Kampf gegen den IS hatten sie an der Seite der USA gekämpft. Die Kurden fühlen sich von Washington nun im Stich gelassen.

Unklar ist auch die Zukunft der Gefangenenlager mit US Häftlingen, wo mehr als 1000 kKämpfern die Flucht gelingen könnte.

TRUMPS ABLENKUNGSMANÖVER: Truppenabzug aus Syrien irritiert Freund und Feind

Seine Truppen lässt der US Präsident abziehen, rhetorisch rüstet der US-Präsident gegenüber der Türkei jedoch auf.

Es wäre nicht das erste Mal, daß Trump die türkische Wirtschaft auslöschen würde, drohte Trump auf Twitter. Damit gab er den Abmarschbefehl von 1000 US-Soldaten an Stützpunkten entlang der Grenze.

Diese waren ein „quasi-Schutzschild“ für die Kurden. Erwartet wird nun ein zeitnaher Einmarsch türkischer Truppen und schließlich die Einrichtung einer sogenannten Schutzzone, in welche die Türkei dann hunderttausende Flüchtlinge abschieben will.

Die türkische Regierung hat auf die neuerliche Kriegsrhetorik aus dem Weißen Haus bisher noch nicht reagiert. Indirekt kontert das türkische Verteidigungsministerium so:

„Die türkischen Sicherheitskräfte werden die Schaffung eines Korridors des Terrors an unseren Grenzen niemals tolerieren. Alle Vorbereitungen für die Operation sind abgeschlossen.“

Im Gegensatz zum türkischen Säbelrasseln war die Order zum Abzug der US-Truppen vom Präsident Trump offensichtlich eine einsame Entscheidung. Denn weder alle hochrangigen Mitarbeiter des Pentagon waren informiert, noch Trumps politische Weggefährten.

Dies legt eine Vermutung nahe, es könnte noch andere Gründe für den Truppen abzugeben. Auch aus der eigenen Partei hagelt es Kritik an Trumps Entscheidung.

Es sei ein sich anbahnendes Desaster, ist aus der republikanischen Partei zu hören. Auch bei den US Verbündeten in Syrien der kurdischen SDS macht sich Angst breit. Die rund 10.000 Gefangenen IS Kämpfer, die sich in kurdischen Lagern befinden, sollen von der Türkei versorgt werden, so wünscht es Trump.

Sollte die Türkei die Kurden in Syrien aber tatsächlich angreifen, wollen Republikaner und Demokraten per Resolution im Kongress Sanktionen gegen die Türkei verhängen und ihre NATO Mitgliedschaft aussetzen.

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Bsp. Grafik: (c) cc/Gage Skidmore

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