Döner-Morde: Mutmaßliche Täterin will Kronzeugenregelung beanspruchen

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Doener-Morde-Artikel

Die 36-jährige mutmaßliche Mittäterin der Döner-Morde will für sich die Kronzeugenregelung beanspruchen.

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Sie will nur dann Angaben zur Sache machen, wenn ihr strafmildernde Umstände in Aussicht gestellt werden.

Döner-Mordserie: Täterin wohl mit Kontakt zu V-Leuten

Die „Bild am Sonntag“ berichtete, dass die wegen schwerer Brandstiftung, Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und wegen Mordes sowie versuchten Mordes Beschuldigte nur dann Angaben machen werde, wenn ihr die Kronzeugenregelung zugesichert werde.

Die mutmaßliche Täterin hatte laut „Bild am Sonntag (BamS) bereits zuvor mehrfach Kontakt zu V-Leuten des Verfassungsschutzes.

Trotz des Kontaktes sei der Aufenthalt des mutmaßlichen Mördertrios nicht zu ermitteln gewesen, so die Ermittlungsbehörden.

Beate Z.: Haus angezündet

Beate Z. hatte sich am Dienstag der Polizei gestellt. Zuvor hatte sie das als vermutliches Hauptquartier dienende Haus angezündet.

In dem Haus fanden die Ermittler DVD’s mit Inhalten, die Täterwissen in Bezug auf die Mordserie an griechischen und türkischen Unternehmern enthalten.

Die als sogenannte „Döner Morde“ in die Kriminalitätsgeschichte eingegangene Mordserie erschütterte in den Jahren 200 bis 2006 die Bundesrepublik.

Derweil macht sich auch Unmut seitens der Politik in Deutschland breit.

Sowohl die Opposition im Bundestag als auch der CDU-Innenrechts- experte Wolfgang Bosbach (CDU) verlangten Aufklärung darüber, wie es dem Trio solange gelungen sei unbehelligt im Untergrund leben zu können.

Weitere News: Heilbronner Polizistenmord: Aufklärung in Neonazi-Szene?

Hannover: Weiteres Mitglied verhaftet

Zwischenzeitlich wurde in Hannover ein weiteres Mitglied der terroristischen Vereinigung verhaftet.

Es soll sich dabei um den 37-jährigen Holger G. handeln. Er wurde in Hannover in seiner Wohnung verhaftet.

Holger G. soll sich seit Ende der 1990er Jahre mit den übrigen Mitgliedern der sogenannten NSU-Gruppe („Nationalsozialistischer Untergrund“) ausgetauscht haben.

Darüber hinaus habe dieser auch den übrigen Mitgliedern der Gruppe seinen Führerschein und seinen Reisepass zur Verfügung gestellt sowie mehrfach Wohnmobile für die Gruppe angemietet haben.

Eines der angemieteten Fahrzeuge soll demnach für den Mordanschlag auf die Polizeibeamten im Jahre 2007 benutzt worden sein. Die Bundesanwaltschaft beantragte Haftbefehl gegen Holger G.


Bsp. Grafik Döner-Morde (c) wb

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