Daniel Rousta Facebook: Von „FDPissern“ und Bettina Wulff

Stephan Frey
Stephan Frey
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Daniel Rousta, bisheriger Amtschef im baden-württembergischen Wirtschaftsministerium, muss wegen diversen Facebookeinträgen über „FDPisser“ und Bettina Wulff seinen Posten räumen.

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Rousta zuvor Ministerialdirektor im Wirtschaftsministerium unter dem SPD-Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) wurde von Schmid wegen seiner Facebookeinträge entlassen.

Daniel Rousta: „FDPisser“ auf Facebook geschrieben“

Rousta hatte unter anderem die Liberalen der FDP als „FDPisser“ betitelt, außerdem kommentierte er ein Foto der Frau des Ex-Bundespräsidenten Wulff mit den Worten „Es war nicht alles schlecht“.

Auf dem Bild war Bettina Wulffs Hintern in gebückter Haltung samt knappen, geschlitztem Dress abgelichtet. Die Opposition im baden-württembergischen Landtag wittert indes Morgenluft und warf Rousta zum Teil sexistische Äußerungen vor.

Bereits in der jüngsten Vergangenheit wurde Daniel Rousta von seiner Partei für seine lockeren Facebook-Sprüche gerügt. Von Wirtschaftsminister Schmid gab es indes keinen persönlichen Kommentar zum Rauswurf Daniel Roustas.

CDU/FDP-Opposition: Gespielte Empörung 2.0

Das Wirtschaftsministerium verkündete lediglich in zwei knappen Sätzen die Entlassung von Rousta.

Während auch hier die Opposition aus CDU und FDP nun versucht den Rauswurf politisch dahingehend auszunutzen, dass sie der SPD, welche das Wirtschaftsministerium führt, vorschlägt, Roustas Stelle zu streichen.

Als Grund gibt die Opposition im Landtag an, dass die Regierung dann zeigen würde, dass sie es mit der Haushaltskonsolidierung ernst meine.

Dass hingegen das von der FDP geführte Entwicklungshilfeministerium in Berlin im Wahlkampf noch von der FDP am liebsten aufgelöst worden wäre und danach aufgeblähter denn je daherkommt, verschweigen indes die Liberalen.

Dirk Niebel (FDP), geriet diesbezüglich mehrfach in die Kritik, weil ihm vorgeworfen wurde, sein Ministerium dazu zu missbrauchen, verdiente Parteimitglieder mit zum Teil lebenslangen Jobs im Ministerium zu versorgen, obwohl diese zum Teil nicht über die geforderten Qualifikationen verfügen würden.

Zudem galten sowohl die CDU als auch die FDP im Ländle nie als wahre Experten im Streichen von Stellen, wenn es darum ging, ihre eigenen Leute mit Posten zu versorgen.

Erst die Oppositionsrolle scheint indes auch den Blickwinkel der jahrzehntelang regierenden CDU/FDP-Koalition verändert zu haben.

Insofern kann die scheinbar gespielte Empörung der Opposition als Empörung 2.0 im Internetzeitalter bezeichnet werden.

Daniel Rousta: Nach Rauswurf Mitteilung an Facebook-Freunde geschrieben

Daniel Rousta hingegen werden auf Facebook auch nach seinem Rauswurf noch Sympathien angetragen.

Das Internet ist Fluch und Segen zugleich, für Rousta war es wohl im Endeffekt eher Fluch denn Segen. Trotzdem will Rousta auch weiterhin Facebook treu bleiben.

Bereits kurz nach seinem Rauswurf schrieb Daniel Rousta auf Facebook: „Game over, Freunde!“.

Wenn seine Facebook-Freunde nun noch zu ihm halten, weil er ein netter Mensch ist und nicht einfach nur aufgrund seines bisher bekleideten Postens, dann zeigt sich, dass Freunde auch im virtuellen Zeitalter gerade in schweren Zeiten zu einem halten, und sei es nur bei Facebook.

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Bsp. Grafik zum Artikel: Daniel Rousta / Facebook (c) cc/thos003

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