Credit Suisse Aktie: Krisen-Bank wieder auf Kurs?

Jonas Kling
Jonas Kling
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Credit Suisse-Bank Aktie: Was macht der Kurs? News zur Bankenkrise, Fed-Zinsentscheid im Fokus – Die UBS übernimmt die Pleite-Bank Credit Suisse, doch nach wie vor gibt es viele Fragen. 3,2 Milliarden Franken zahlte die Credit Suisse allein 2021 unter ihren den Topleuten an Boni aus – zur Übernahme war sie das gerade so noch wert.

Nach vielen Spekulationen über eine aufkommende Bankenkrise ist nun also die UBS für ihren angeschlagenen langjährigen Schweizer Rivalen eingesprungen, indem sie einer Übernahme der Credit Suisse (CS) in Höhe von 3,2 Milliarden US-Dollar zustimmte.

Credit Suisse: 1,00 Dollar-Marke im Fokus

Die Aktien der Credit Suisse fielen zu Beginn der Woche um mehr als 52 %, während die UBS rund 3 % verlor. Im Tief notierte die Credit Suisse Aktie bei 0,80 US-Dollar. Um annähert wieder auf Kurs zu kommen, müsste die Aktie zunächst einmal die Dollar-Marke weit überschreiten.

„Es ist ein historischer Tag, und ein Tag, von dem wir gehofft hatten, dass er nicht kommen würde“, sagte UBS-Chef Colm Kelleher, unter Beisein von UBS-CEO Hamers.

Die UBS-Manager ließen verlauten, sie würden „schnell“ handeln, um die Investmentbank der Credit Suisse abzuwickeln. Das Unternehmen sagte auch, es habe Reserven gegen hochkarätige Rechtsstreitigkeiten der Credit Suisse gebildet.

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Hedgefons kaufen CS-Anleihen: Ende oder gutes Zeichen?

Debt-Investoren und große Hedgefonds kaufen aktuell zusätzliche Tier-1-Anleihen der Credit Suisse zu Tiefstpreisen, nachdem sie bei der Rettung der Schweizer Bank durch den Rivalen UBS auf Null abgeschrieben wurden. Dies vermeldet Reuters in einem aktuellen Artikel.

Im Rahmen des UBS-Deals bestimmte die Schweizer Aufsichtsbehörde, dass die AT1-Anleihen der Credit Suisse mit einem Nominalwert von 16 Milliarden Schweizer Franken (17,35 Milliarden US-Dollar) ausgelöscht würden, eine Entscheidung, welche die golbalen Kreditmärkte verblüfft hatte und viele Inhaber der Schuldtitel verärgerte, die sich besser geschützt glaubten als die Aktionäre.

AT1-Anleihen, die in Aktien umgewandelt werden können, haben in der Kapitalstruktur einer Bank einen höheren Rang als Aktien. Wenn eine Bank in Schwierigkeiten gerät, werden die Anleihegläubiger in der Regel vor die Aktionäre gestellt, um ihr Geld zurückzubekommen.

Von anderen europäischen Banken begebene AT1-Anleihen brachen am Montag ein, da die aktuelle Behandlung der AT1-Anleiheinhaber der Credit Suisse die Risiken dieser Art von Schuldtiteln deutlich machte.

Die Anleihen, die jetzt bei etwa 0,03 Cent pro Dollar gehandelt werden, bieten den Hedgefonds eine Gelegenheit, da diese darauf spekulieren, daß die Fusion von UBS/Credit Suisse möglicherweise nicht durchgeführt wird oder dass die Schweizer Aufsichtsbehörde ihre Entscheidung sogar rückgängig machen könnte.

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Fed-Zinsentscheid: Nullrunde, 0,25 oder 0,5 Prozent?

Die Volatilität im Bankensektor hält heute vor der entscheidenden Sitzung der Federal Reserve an.

Viele Ökonomen erwarten, dass die politischen Entscheidungsträger der Fed die Zinsen um einen Viertelpunkt (0,25 Prozent) anheben werden, aber die Börsenkurse deuten darauf hin, dass die Händler uneins darüber sind, ob die Zentralbank die Zinsen überhaupt anheben wird.

Die Fed hatte in der Vergangenheit die Zinssätze angehoben, um die hartnäckig hohe Inflation einzudämmen. Jedoch sind die Anleger zunehmend besorgt darüber, daß die Notenbänkler weiter an der Schraube drehen – denn die Wirtschaft zeigt nach einem Jahr mit schnellen Zinserhöhungen bereits signifikante Anzeichen von Stress.

Noch vor wenigen Wochen preisten Händler mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Fed-Zinserhöhung um einen halben Prozentpunkt ein.

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Bsp. Grafik: Credit Suisse Aktie Kurs / Banken-Krise (c) cc/eflo

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