Christian Wulff: Rücktritt? Unklare Berichte über möglichen Wulff-Rücktritt

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Christian Wulff Rücktritt möglich

Christian Wulff: Rücktritt? In der sich zuspitzenden Affäre um Bundespräsident Christian Wulff gibt es unklare Angaben über einen möglichen Rücktritt des Bundespräsidenten.

Christian Wulff Rücktritt möglich

Wie die Zeit-Online berichtet, sei nach ARD-Information ein Rücktritt Christian Wulffs nicht zu erwarten.

Christian Wulff: Rückhalt in Bevölkerung schwindet rapide

Die ARD beruft sich dabei auf zuverlässige Quellen in der Umgebung des Staatsoberhauptes.

Anders dagegen der Tenor bei der Online-Nachrichtenplattform „asentanews“. Diese beruft sich auf Quellen aus dem Umfeld einer der Regierungsfraktionen.

Danach soll ein Rücktritt Christian Wulffs unmittelbar bevorstehen. Es werde hinter den Kulissen dem Bundespräsidenten eine „goldene Brücke“ gebaut, so die Online-Nachrichtenplattform weiter.

Derweil schwindet der Rückhalt in der Bevölkerung für Wulff weiter. Nur noch eine Minderheit möchte den derzeitigen Bundespräsidenten im Amt sehen.

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Wulff: Auch bei Rücktritt ausgesorgt

Selbst bei einem Rücktritt hätte Christian Wulff jedoch ausgesorgt. Nach der gesetzlichen Regelung steht Wulff eine jährliche Zahlung von 200000 Euro zu.

Daneben hat er einen Anspruch auf einen lebenslangen Dienstwagen nebst Fahrer. Zudem muss der Steuerzahler für ein Büro plus Ausstattung aufkommen.

Sollte Christian Wulff nicht zurücktreten, so ist ein Amtsenthebungs- verfahren nicht nur sehr langwierig, sondern auch eine Belastungsprobe für Deutschland insgesamt.

Einer Amtsenthebung müsste sowohl der Bundestag als auch der Bundesrat zustimmen.

Das letzte Wort hätte dann das Bundesverfassungsgericht, dass die Amtsenthebung gerichtlich feststellen müsste.

Moralische Äußerungen an andere gerichtet, dürfte Wulff zudem zukünftig nur sehr schwer glaubwürdig transportieren.

Wulff selbst sagte einmal den markanten Satz:“ Ich leide physisch darunter, dass wir keinen unbefangenen Bundespräsidenten haben“, Kommentar überflüssig.

Präsident auf Abruf: Endspiel für Christian Wulff | DER SPIEGEL


Bsp. Grafik zum Artikel: Christian Wulff: Rücktritt? (c) European Parliament

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10 Kommentare
  • Hehe, da will er also heute abend in der Tagesschau nochmal groß auftrumpfen. Die grundsätzliche Frage nach dem Rücktirtt stellt sich doch mittlerweile gar nicht mehr, sondern nur noch das „Wann“ ist offen. Taktisches Geplänkel für einen verzögerten Abschied, der unausweichlich ist.

  • Die Kanzlerin hat mit ihrer Wahl von Wulff bewiessen, dass sie mit ihrer Richtung total falsch liegt.
    Sowohl Gauck die beste Loesung als auch von der Layen waere akzeptabel gewesen, die peinliche Figur Wulff jedoch war voraussehbar.
    Die Kanzlerin liegt uebrigends auch mit ihrer Europolitik und Akzeptanz der Linie Junckers, Barosso, Trichet total falsch, es wird auch hier zu einem Disaster fuehren, dieses Jahr noch.

  • Was kann sich dieser Mann nur dabei gedacht haben, ausgerechnet die (Springer-)Presse, deren Vertreter gleich im Pulk (Bild und Welt)mit “Konsequenzen” zu bedrohen?

    Derartiges Verhalten kann ich nur unter grandioser Dummheit einstufen, die eines Bundespräsidenten einfach unwürdig ist.

    Er ist und bleibt eben dritte Wahl!

  • Trauirg, wie hier ein Mensch in aller Öffentlichtkeit geschlachtet wird. Deutschland ist in seiner Scheinheiligkeit an nichts mehr zu überbieten. Wer hat denn noch nie einen Fehler gemacht? Das man zunächst versucht, Vorwürfe von sich zu weisen, ist eine Reaktion des menschlichen Wesens, schon seit Urzeiten. Diejenigen, die hier bedingungslose Ehrlichkeit von Anfang an gefordert hätten, sollten sich mal lieber an die eigene Nase packen. Ansonsten: Gute Nacht, Deutschland!

    • Jeder macht mal Fehler, klar. Die meisten von uns sind aber nicht in einer solchen Position wie Herr Wulff.

      Hast du ernsthaft noch Vertrauen in ihm?, der von Pressefreiheit redet und hintenrum dann versucht diese Einzuschränken?

  • Er ist sicherlich nur die Spitze eines Eisberges, der ganze andere nachfolgende Rest hat doch auch Dreck am Stecken.
    Und sowas nennt sich Volksvertreter – aber wenn Jemand aus dem Volk derartiges anstellt, dann trifft ihn die gesamte Härte des Gesetzes,
    des Finanzamtes und der GEZ. Es wird Zeit für eine neue Serie von Montagsdemonstationen und endlich für einen neuen deutschen Staat …

  • Man darf auf die für heute angekündigte Erklärung sehr gespannt sein.
    Einen Rücktritt von Wulff wird es so schnell nicht geben, der Mann klebt an der Macht wie eine Fliege an einem Fliegenfänger.
    Es ist nicht nachzuvollziehen, was ihn in allen vorgeworfenen Fällen geritten hat, aber meiner Meinung nach sollte jemand, der noch kein öffentliches Wort zur aktuellen Eurokrise hervorgebracht hat, nicht den Machtversessenen spielen.

  • Was ist das für ein Vorbild?
    Nachfolgenden Auszug eines Artikels kann ich nicht verstehen und auch nicht unterstützen. Andere Arbeitnehmer würden nach so einem Vorfall keinen Cent erhalten. Wulff sollte das Geld spenden.
    Über die monatliche Apanage von rund 16.500 Euro hinaus, steht der obersten moralischen Instanz im Staate eine Limousine mit Chauffeur sowie ein Büro zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es jährlich 78.000 Euro Spesen für Hauspersonal, die Amtswohnung ist zeitlebens mietfrei.

  • Könnte man nicht einen der vier Ruhestandspräsidenten reaktivieren? Falls Herr Wulff zurücktritt, hätten wir 5 Ruheständler plus den neuen Präsidenten.
    Das geht langsam ins Geld. Bei der
    Gelegenheit sollte deshalb auch über die zukünftige Kürzung der momentanen Überversorgung nachgedacht werden!

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