BSI Sicherheitstest nach Datenklau: Ist Ihre E-Mail-Adresse betroffen?

Stephan Frey
Stephan Frey
3 min Lesezeit

BSI Sicherheitstest 2014: So funktioniert der Online-Test auf Datenklau, ist auch Ihre E-Mail-Adresse betroffen? – Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt aktuell im April 2014 davor, dass durch Hacker rund drei Millionen deutsche E-Mail-Adressen und deren Passwörter geknackt wurden.

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Mithilfe der geklauten E-Mail-Adressen können die Kriminellen Spam E-Mails-versenden und Bestellungen über das Internet tätigen.

BSI: Kriminelles Netzwerk weiter aktiv

Bislang ist es noch nicht gelungen, das Netzwerk der Kriminellen lahmzulegen.

Aus diesem Grunde warnt das BSI davor, dass Hacker auch Bestellungen über das Internet vornehmen können und Einträge in Internetforen-tätigen können.

Zudem ist es auch möglich, dass die Cyberkriminellen soziale Netzwerke für ihre Zwecke missbraucht haben könnten.

E-Mail-Adressen nahezu aller namhaften deutschen Provider betroffen

Insbesondere Nutzer der Provider Telekom, Freenet, Kabel Deutschland, gmx.de, Vodafone und web.de sollen betroffen sein. Ob jemand betroffen ist oder nicht, lässt sich über den für diese Zwecke extra eingerichteten Sicherheitstest überprüfen.

Der Sicherheitstest gleicht die eingetippte E-Mail-Adresse mit dem vorhandenen Datensatz der gestohlenen E-Mail-Adressen ab.

Wurde die eigene E-Mail-Adresse betroffen, erhält der Nutzer seitens des BSI eine E-Mail mit dem Hinweis, das Passwort zu ändern. Ist die E-Mail-Adresse nicht betroffen, gibt es keine Nachricht seitens des BSI.

Schadsoftware auf Nutzer-PCs übertragen?

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik geht derweil davon aus, dass sich die Kriminellen unterschiedlicher Quellen bedient haben, um an die E-Mail-Adressen inklusive Passwörter zu gelangen. So ist es durchaus möglich, dass sich die Kriminellen mithilfe von Trojanern Zugang du den Rechnern der Internetnutzer verschafft haben.

Es ist deshalb nicht ausgeschlossen, dass möglicher Schadcode auch für andere kriminelle Zwecke genutzt wird. So ließen sich beispielsweise Daten vom Online-Banking oder Zugangsdaten von Online-Shops ausspähen. Bereits im Januar warnte das BSI vor einer ähnlichen Welle von Datendiebstahl. Damals wurden 16 Millionen Nutzerdaten gestohlen.

Weltweit sind diesmal über 18 Millionen E-Mail-Adressen betroffen. Wie “Der Spiegel“ recherchiert hat, besteht zwischen beiden Fällen ein kausaler Zusammenhang.

Um sich vor derartigen Angriffen zu schützen, empfiehlt sich insbesondere die Installation von Linux als Betriebssystem. Weil die Rechnerarchitektur völlig unterschiedlich von Windows ist, hat Schadsoftware keine Chance.

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Bsp. Grafik zum Artikel: BSI Sicherheitstest 2014 / Test Datenklau / E-Mail-Check (c) cc/ocd

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