Börse Frankfurt: Dax stürzt nach Grexit-Drohung weiter ab

Stephan Frey
Stephan Frey
3 min Lesezeit

Börse Frankfurt: Dax stürzt nach Grexit-Drohung weiter ab – Der Deutsche Aktienindex (DAX) sackte am Montag zeitweise um mehr als 400 Punkte ab.

Börse Frankfurt Dax

Schuld war die Griechenland-Krise.

Auch andere europäische Börsen verzeichneten deutliches Minus

Zeitweise sackte der deutsche Leitindex sogar um 500 Punkte, was 4,6 Prozent des Gesamtwertes ausmacht, ab. Im Laufe des Tages konnten einige Verluste aber wieder gut gemacht werden.

Zum Ende des ersten Börsentages der Woche stand der Leitindex bei 11.083Punkten. Dies entsprach einem Minus von 3,6 Prozent.

Nicht nur der deutsche Leitindex, sondern auch weitere europäische Indizes sackten zum Teil deutlich ab. Sowohl die Börsen in Italien (-4,9 Prozent), Großbritannien (-1,8 Prozent) wie auch die Börse in den USA (-1,1 Prozent) verzeichneten deutliche Verluste.

Einige Finanzexperten empfehlen Neueinstieg in Aktien

Experten hatten ein deutliches Minus vorausgesagt, gleichzeitig aber auch betont, dass es im Gegensatz zum Jahr 2008 keine Panikverkäufe geben würde. Insofern behielten die Experten Recht.

Einige Experten wie Asoka Wöhrmann (Deutsche Asset & Wealth Management) sieht die Entwicklung sogar grundsätzlich positiv. Analysten wie Berndt Fernow von der LBBW in Stuttgart sehen sogar den idealen Zeitpunkt für einen Neueinstieg gekommen.

Tsipras knüpft sein politisches Schicksal an Referendum

Noch in der Nacht zum Montag beschloss die griechische Regierung so genannte Kapitalverkehrskontrollen für die Banken. Zudem wurde beschlossen, dass die griechischen Banken zunächst geschlossen bleiben.

Zwischenzeitlich gibt es seitens der EU erneute Signale in Richtung Griechenland. Ersten Erkenntnissen nach soll eine inoffizielle griechische Delegation bereits nach Brüssel gereist sein, um dort erneut mit Vertretern der Gläubiger von Griechenlands zu verhandeln.

Zudem knüpfte der griechische Ministerpräsident Tsipras sein politisches Schicksal an den Ausgang des Referendums am kommenden Sonntag. Sollten die Griechen die Vorschläge der Gläubiger akzeptieren, dürfte das politische Schicksal des griechischen Ministerpräsidenten besiegelt sein.

Sollte die Mehrheit der Griechen die Bedingungen der Gläubiger ablehnen, dürfte sich der griechische Ministerpräsident indes in seiner Politik bestätigt sehen. Insofern bleibt abzuwarten, wie das Referendum in Griechenland ausgeht.


Grafik Deutsche Börse (c) ta

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