Blitzer-Marathon in Bayern, Hessen und NRW

Stephan Frey
Stephan Frey
3 min Lesezeit

24 Stunden-Blitzmarathon: Bundesweite Radarkontrollen der Polizei von Niedersachsen, Hessen über Bayern bis NRW im Visier – Nach dem Erfolg im letzten Jahr wird nun am heutigen 18. September 2014 der zweite bundesweite 24-Stunden-Blitzer-Marathon durchgeführt.

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Jedes Kind bekommt während seiner Erziehung durch die Eltern beigebracht, dass es Regeln gibt.

Erstes Halbjahr fast 10 Prozent mehr Verkehrstote als im Vorjahreszeitraum

Wer diese nicht beachtet, muss mit Sanktionen rechnen. Wohl kaum ein Erwachsener wird dieser Weisheit widersprechen.

Was für Kinder gilt, sollte aber auch für erwachsene Autofahrer gelten. Die Statistik sagt jedoch etwas anderes. Überhöhte Geschwindigkeit ist der Hauptgrund für zum Teil tödliche Unfälle.

Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen und die Autofahrer auf das Beachten der Regeln zur vorgegebenen Höchstgeschwindigkeit aufmerksam zu machen, gibt es in heute den so genannten Blitzer-Marathon.

Seit Donnerstagmorgen 6:00 Uhr überprüft die Polizei an insgesamt 7500 Messepunkten über ganz Deutschland verteilt das Fahrverhalten der Autofahrer. Insgesamt 24 Stunden lang überprüfen über 13.000 Polizisten, ob sich die Autofahrer an die vorgegebene Geschwindigkeit halten. Der erste Blitzer-Marathon fand im Oktober 2013 statt.

Allein im ersten Halbjahr 2014 starben 9,5 Prozent mehr Menschen als im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres. Dabei gelten Unfälle mit überhöhter Geschwindigkeit als Hauptursache. Statistiken zufolge ist jeder Dritte bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommene Opfer von überhöhter Geschwindigkeit.

Blitzmarathon: Medien helfen Autofahrern beim Rasen

Die Polizei sorgt somit dafür, dass der pädagogische Effekt des Einhaltens der vorgegebenen Höchstgeschwindigkeiten erreicht wird.

Weil jedoch zahlreiche Medien vor Geschwindigkeitskontrollen warnen und insbesondere auch zahlreiche Apps und Radar-Wahnsysteme mittlerweile zur Standardausrüstung eines jeden Autofahrers gehören, ist die Erfolgsquote der Polizei in Bezug auf ertappte Raser jedoch nur sehr gering.

Grundsätzlich ist es so, dass die Warnsysteme und die Blitzer-Meldungen im Radio mittlerweile eine Art Volkssport darstellen. Wo kein Blitzer gemeldet wird, wird weiter auf Teufel komm raus gerast.

Gutes Vorbild nicht nur den Kindern gegenüber

Dabei sollten sich manche Autofahrer an ihre Kinderstube erinnern und insbesondere auch an das eigene Verhalten den Kindern gegenüber.

Wenn hier wieder einmal das Einhalten von Regeln dem Filius vorgehalten wird, dann sollte sich so mancher Elternteil mit fahrbaren Untersatz an die eigene Nase fassen.

Letztlich dient das Einhalten der Verkehrsregeln nicht nur der allgemeinen Sicherheit, sondern auch der Sicherheit des Fahrers.

Bsp. Grafik: Blitzmarathon / Bayern, Hessen, NRW / Polizei (c) cc / Dirkvorderstraße

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