BKA: Stehen Anschläge von Salafisten unmittelbar bevor?

Stephan Frey
Stephan Frey
4 min Lesezeit
Salafisten-Anschlaege-BKA-News

Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt nach Angaben des „Focus“ davor, dass gewaltbereite Salafisten in Deutschland in naher Zukunft Anschläge verüben könnten.

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Besonders gefährdet seien demnach Politiker, aber auch Journalisten sowie die Polizei.

Journalisten und Polizisten in Gefahr?

Das BKA warnt demnach davor, dass Salafisten durch bestimmte Gruppierungen oder Äußerungen, zum Beispiel von Journalisten, zu Gewalttaten bereit seien.

Die Stimmung innerhalb der Salafistenszene sei demnach aufgeheizt und zunehmend radikaler, so das geheime Papier des BKA, auf das sich der „Focus“ in seinem Bericht beruft.

Drohen Sprengstoffanschläge gewaltbereiter Salafisten?

Neben Sprengstoffanschlägen sollen demnach auch der Einsatz von Schusswaffen, Entführungen sowie eine für die Medien inszenierte Tötung in dem BKA-Papier als mögliche Gewaltpotenziale beschrieben worden sein.

Besonders Mitglieder der rechtsextremen Partei „Pro NRW“ seien gefährdet, aber auch Politiker, Polizisten und Journalisten, heißt es.

Das BKA sieht es zudem als besonders besorgniserregend an, dass die Polizei in den Augen gewaltbereiter Salafisten als „Handlanger der Islamfeinde“ betrachtet wird. Im Internet würden die Polizisten mit Kreuzfahrern des Mittelalters gleichgesetzt.

Jörg Ziercke, Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA) sagte aber, dass es derzeit keine konkreten Hinweise auf einen Anschlag gäbe. Das BKA will sogar eine mögliche Verbindung der Salafisten mit dem Terrornetzwerk al Qaida nicht gänzlich ausschließen.

Salafist ist nicht gleich der Islam

Gewaltbereite Salafisten dürfen jedoch nicht gleichgesetzt werden mit den Muslimen insgesamt. Vielfach wird der Begriff „Muslim“ mit Gewalt gleichgesetzt. Dies ist jedoch in keiner Art und Weise so.

Deshalb ist es in diesem Zusammenhang auffällig, dass kaum Unterscheidungen seitens der Medien gemacht werden.

Dadurch wird jedoch der Eindruck in der Öffentlichkeit erweckt (ob bewusst, sei dahingestellt!) dass der Islam und damit jeder Muslim per se gewaltbereit sei.

Focus: Suggestive Art zu Schreiben als Missbrauch der Pressefreiheit?

Die Presse besitzt in der Gesellschaft eine wichtige Kontrollfunktion. Dazu gehört jedoch auch, bei diffizilen Themen zwischen Gruppen und deren Untergruppen zu unterscheiden, weil sich sonst Vorurteile in der Gesellschaft herausbilden könnten.

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass der „Focus“ auf seiner Online-Seite offenbar gerade den Begriff Salafisten durch den Begriff Muslime ersetzen will.

Wörtlich schreibt der „Focus“ online:“ Als Besorgnis erregend werten die BKA-Experten nach „Focus-Informationen“, dass viele Muslime in Polizisten „Handlanger der Islamfeinde sehen würden“.

Hier wird einerseits der Eindruck erweckt, dass das BKA diese Aussage 1:1 so getätigt hätte und zum anderen wird die Vokabel „Salafisten“ durch die Begrifflichkeit „viele Muslime“ ersetzt.

So wird suggestiv dem Leser eingeflößt, dass nicht einige wenige Salafisten gewaltbereit seien, sondern „viele Muslime“.

Hier zeigt sich die Macht des Wortes, die jedoch meinungsbildend ist. Zudem wird hier offenbar das Vertrauen der Bürger in die Presse für das eigene medienpolitische Süppchen ausgenutzt.

Daher stellt sich immer mehr die Frage, wer kontrolliert die Medien bei derart zweideutigen Aussagen, die eine ganze Glaubensgemeinschaft kollektiv in Sippenhaftung nimmt?

Weitere News: Salafisten-Verbot: Friedrich greift nach Razzia durch!


Bsp. Grafik zum Artikel: BKA / Anschläge Salafisten (c) mz

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1 Kommentar
  • Was für eine überschrift !!
    Das BKA will dich das Anschläge hier passieren.
    Einfach unglaublich wie das deutsche Volk verarscht wird. Aber das war ja immer schon so. Übrigens Hitler hat auch viel versprochen

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