Bayern Wahl 2013: CSU triumphiert, FDP in der Versenkung verschwunden

Stephan Frey
Stephan Frey
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Landtagswahl Bayern

Ergebnis der Bayern Wahl 2013: CSU triumphiert, FDP in der Versenkung verschwunden – Bei der Landtagswahl in Bayern 2013 hat die CSU laut amtlichem Endergebnis die absolute Mehrheit zurückerobert.

Landtagswahl Bayern

Entgegen sämtlicher Prognosen konnte jedoch die SPD Stimmen hinzugewinnen.

Zahlreiche kleine Parteien erreichen bescheidene Erfolge

Der große Verlierer des Abends ist die FDP. Diese landete weit abgeschlagen unter der Fünf-Prozent-Hürde und ist damit nicht mehr im bayerischen Landtag vertreten. Die Grünen verloren leicht, konnten aber im Großen und Ganzen das Wahlergebnis von der letzten Landtagswahl in etwa halten.

Die Freien Wähler verloren ebenfalls leicht und sind ebenfalls wieder im Landtag vertreten. Die Linkspartei, die Piratenpartei und andere Parteien spielten keine Rolle. Unter den anderen Parteien landete jedoch die ÖDP mit einem relativ guten Ergebnis von rund 2,1 Prozent in etwa auf dem gleichen Level wie die Piratenpartei und die Linken.

Auch die für Bayern typische Bayernpartei konnte mit einem Ergebnis von rund 2 Prozent Punkte sammeln. Dennoch sind all diese Parteien nicht im bayerischen Landtag vertreten, da sie notwendige Stimmenanzahl von 5 Prozent der abgegebenen Wählerstimmen nicht erreicht haben.

 SPD-Spitzenkandidat Christian Ude nimmt Landtagsmandat nicht an

Die CSU konnte ihre absolute Mehrheit unter ihrem Spitzenkandidaten Horst Seehofer mit rund 47,7 Prozent der Stimmen und 101 der 180 Mandaten zurückerobern. Die CSU regiert seit dem Jahr 1958 ohne Pause in Bayern.

Vor fünf Jahren verpasste die Partei mit einem Ergebnis von 43,4 Prozent die absolute Mehrheit. Entgegen sämtlicher Wahlprognosen konnte die SPD unter ihrem Spitzenkandidaten Christian Ude Stimmen hinzugewinnen und landete bei einem Ergebnis von rund 20,6 Prozent.

Vor fünf Jahren erreichte die SPD in Bayern lediglich 18,6 Prozent. Der SPD-Spitzenkandidat und Oberbürgermeister von München wird sein Landtagsmandat nicht annehmen, da er dies nur angenommen hätte, wenn er die Wahl gewonnen hätte. Die Grünen landeten bei 8,6 Prozent und verloren gegenüber dem Jahr 2008, geringfügig.

 FDP auf Niveau einer Splitterpartei

Damals erreichte die Partei 9,4 Prozent. Die Linkspartei scheiterte ebenso wie vor fünf Jahren an der Fünf-Prozent-Hürde. Die Linke verlor jedoch gegenüber der letzten Wahl rund 50 Prozent an Zustimmung und landete letztlich nur mit 2,1 Prozent der Stimmen weit abgeschlagen. Die Freien Wähler verlieren ebenfalls und erreichen 9,0 Prozent.

Mit 19 erreichten Mandaten, haben sie ein Mandat mehr als die Grünen, die auf 18 Mandate kommen. Der größte Wahlverlierer des Abends ist die FDP. Mit einem Ergebnis von 3,3 Prozent verlor die Partei rund 5 Prozent an Zustimmung. Insbesondere im Hinblick auf die am nächsten Sonntag stattfindende Bundestagswahl dürften in der Parteizentrale sämtliche Alarmglocken geschrillt haben.

Auch in den jüngsten Umfragen zur Bundestagswahl liegt die Partei knapp bei 5 Prozent. Bei den Umfragen zur Landtagswahl in Bayern stand die FDP zuletzt bei 4 Prozent, das Ergebnis liegt nun fast ein Prozent darunter.

 Abwahl aus Bundestag wäre für das Selbstverständnis der FDP gut

Sollte gegenüber den aktuellen Umfragen das Wahlergebnis am nächsten Sonntag für die FDP ebenso ausfallen, dürften die Liberalen erstmals ihre Plätze im Bundestag räumen. Dies hätte jedoch für die Partei den großen Vorteil, dass sie über ihr wirtschaftsliberales Menschenbild in Ruhe nachdenken könnte und sich wieder zu der sozialliberalen Partei entwickeln kann, die dann auch auf entsprechende Zustimmung in der Bevölkerung stößt.

Dass eine Abwahl aus dem Bundestag nicht unbedingt schlecht sein muss, belegen die Grünen und die Linken. Beide sind ebenfalls bereits einmal abgestraft worden und punkten nun stets mit relativ guten Wahlergebnissen.

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Bsp. Grafik: Bayern-Wahl 2013 / Horst Seehofer (c) cc/Michael Panse

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