Barmer GEK: Krankenkasse publiziert Studie zur OP-Notwendigkeit

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Barmer-GEK-Krankenkasse

Die Krankenkasse Barmer GEK hat in einer wissenschaftlichen Studie unlängst belegt, dass viele der heutzutage durchgeführten Operationen unnötig sind.

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In ihrem aktuellen Heil- und Hilfsmittelreport kommt die größte deutsche Krankenkasse zum Ergebnis, dass viele Operationen durch präventive Maßnahmen vermieden werden könnten.

Glaeske: Venenleiden konventionell therapieren

Gerade bei Venenleiden würde zu oft zum Skalpell gegriffen, so Gerd Glaeske von der Universität Bremen. Viele venerologischen Operationen sind hinsichtlich der Wirksamkeit nicht belegt, so Glaeske.

Kompressionsstrümpfe als konventionelle Therapie würden oftmals eine bessere Wirksamkeit aufweisen, so der Experte weiter.

Allein bei der operativen Venenbehandlung würden den gesetzlichen Krankenkassen jährlich Kosten von 62 Millionen Euro entstehen, wie Glaeske mitteilte.

Auch bei der Harninkontinenz kritisiert Glaeske eine zu hohe Operationsrate.

Allein durch gezieltes Beckenbodentraining oder eine gezielte Elektrostimulanz könnte die Operationshäufigkeit signifikant heruntergefahren werden, so der Experte von der Universität Bremen.

Barmer GEK: Bei Arthrose hilft auch Physiotherapie

Im Falle einer Arthrose kann durch eine gezielte Physiotherapie das Operationsrisiko minimiert werden und dadurch ebenfalls ein beträchtlicher Betrag eingespart werden.

Mit rund 573 Millionen Euro, das sind rund 7,8 Prozent mehr als im letzten Jahr, hat die Barmer GEK für Heilmittel einen Rekordbetrag aufgebracht.

Bei den Hilfsmitteln hat die Krankenkasse rund 5,1 Prozent mehr aufgewendet als noch ein Jahr zuvor, insgesamt über 660 Millionen Euro.

Gezielte Prophylaxe spart Gelder im Gesundheitswesen, kann jedoch auch Kliniken ein Minus bescheren, da deren Einnahmen dadurch sinken.


Grafik Krankenhaus, Operationen (c) jg

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