Bahn-Streik: GDL droht mit Streiks während der Ferienzeit

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Bahn-Streik 2012 GDL-News

Die Lokführergewerkschaft GDL droht der Deutschen Bahn aktuell im Sommer 2012 mit Streik zur Ferienzeit.

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Die GDL drohte mit Streiks für den Fall, dass bei den Gesprächen am 23. Juli keine Einigung erzielt würde.

GDL: Einkommenserhöhung um 7 Prozent gefordert

In diesem Fall drohte die Eisenbahnergewerkschaft auch mit Streiks während der Ferienzeit. Zunächst würde es sich dabei aber nur um Warnstreiks handeln, so Claus Weselsky, Vorsitzender der GDL gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Focus“.

Die Gewerkschaft fordert für die rund 21500 Lokführer eine Einkommenserhöhung von 7 Prozent.

Die Laufzeit des Tarifvertrages soll dabei nur ein Jahr betragen. Derweil sagte eine Bahn-Sprecherin, dass Drohgebärden kontraproduktiv seien und dass stattdessen vernünftig verhandelt werden solle.

Die Bahn kündigte der GDL daraufhin ein verbessertes Angebot für den 23. Juli an.

Bahn: Verhandlungen konfliktfrei beenden

Die Bahn geht zudem davon aus, dass die Verhandlungen konfliktfrei und zügig abgeschlossen werden können. Auch der Vorsitzende der GDL schließt einen Erfolg noch am Verhandlungstisch nicht gänzlich aus.

Der Nachrichtenagentur dpa gegenüber sagte Weselsky, dass die Chance zu einer friedlichen Einigung durchaus noch gegeben sei.

GDL: Situation nicht mit 2007 und 2010 vergleichbar

Im Gegensatz zu den Jahren 2007 und 20010 gehe es diesmal auch nicht um einen einheitlichen Rahmentarifvertrag, sondern um eine bloße Gehaltsrunde, so Weselsky. Die Gewerkschaft gab sich in der Sache hart, im Kern aber auch versöhnlich.

Die Situation sei mit den Bahnstreiks der Jahre 2007 und 2010 nicht zu vergleichen. Ergänzend fügte der GDL-Vorsitzende hinzu, dass beide Seiten kein Interesse an einem Arbeitskampf hätten.

Die Bahn hatte am letzten Mittwoch ein erstes Angebot vorgelegt. Demnach sollten die Löhne zunächst um 2,5 Prozent ab 1. Juli und im Oktober 2013 um weitere 2 Prozent ansteigen.

Zudem sollte die Altersversorgung ansteigen, dadurch würde sich ein Gesamtvolumen von 5,5 Prozent ergeben, so der Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber.

Die GDL hatte das Angebot als unzureichend zurückgewiesen. Sollte das Angebot auch zukünftig nicht stimmen, so werde man sich zu wehren, wissen, so Weselsky mit Blick auf mögliche Streiks.

Weitere News: Bahn-Streik 2012: Öffentlicher Dienst lähmt Bus und Bahn


Bsp. Grafik zum Artikel: Bahn-Streik 2012 / GDL (c) fm

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